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Farbe, Ton und Wort.
davon kann man sich leicht überzeugen. Vergleicht man dasWeifs mit einem wirklichen Wehs, so ist man erstaunt, wiewenig weifs es in der Tat ist. Nun, dieser Abzug des Grauvon dem Weifs kommt, in dem Mafse als das Ganze nicht alsein Nebeneinander auseinanderfallender Farben, sondern alseine Farbeneinheit erscheint, notwendig den anderen Farbenmit zu gute.
Und dies ist nun wiederum auf andere Fälle zu über-tragen. Jeder, eine Mehrheit von Farben vereinheitlichendeFarbenton läfst die Farben, die trotz dieses Farbentones sattheraustreten, gesättigter erscheinen.
Und endlich gilt ein Gleiches, wie von einem solchenFarbenton, auch von jenen anderweitigen Mitteln der Verein-heitlichung, dem Glanz, dem Schmutz u. s. w. Erscheint dieSchmutzdecke als eine einheitliche, so ziehen wir sie auch vonden reinen Farben ab. Damit erscheinen diese leuchtender.
So ist schliefslich überall nicht der harte Kontrast ' dasbeste Mittel der Heraus- oder Hervorhebung einer Farbe,sondern der verminderte Kontrast, der die Farbe als durcheine Decke hindurch gesehen und demnach an sich leuchtenderoder gesättigter erscheinen läfst.
Zweites Kapitel: Einfühlung in Farben.
„Kraft“ der Farbe.
Im Vorstehenden sind, wie man sieht, nicht alle möglichenVerbindungen von Farben erwähnt. Es sind aber die Betrach-tungsweisen aufgezeigt, aus welchen ihre Wohlgefälligkeit bezw.Mifsfälligkeit verständlich werden kann.
Alles aber, was bisher über die Wirkung der einzelnenFarbe, wie über die Wirkung der Farbenverbindungen gesagtwurde, bedarf nun noch einer Ergänzung.