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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Der Rhythmus.

hinein. Sie ist von vornherein darauf gerichtet. Je mehraber dies der Fall ist, desto weniger bleibt sie bei der erstenunbetonten Silbe. Dagegen verhalte ich mich bei der tro-chäischen Gliederung sozusagen abwartend; ich bleibe bei derbetonten Silbe, um dann das nachfolgende Element hinzu zunehmen; die unbetonte Silbe des Trochäus hat einen Charakterdes relativ fiinzukommenden, Nachhinkenden; sie ist selb-ständiger.

Zweites Kapitel: Weiteres über rhythmische Formelemente.

Versfüfse und Versganze.

Im Vorstehenden war zunächst von einzelnen Einheiten auszwei Elementen die Rede. Denken wir jetzt eine beliebige Reihein solche Einheiten zerlegt, also Einheit auf Einheit folgend, danngilt zunächst nach bereits oben Gesagtem dies: Hat einmaldie eine oder die andere Weise der Unterordnung begonnen,so besteht eine natürliche Tendenz, dabei zu bleiben. D. h., er-scheint mir einmal ein zweites Element der Reihe zu einemersten hinzugehörig, als eine Art Anhang desselben, dann binich geneigt, ein viertes Element in die gleiche Beziehung zueinem dritten zu stellen u. s. w. Und entsprechend, wenn ichjambisch begonnen habe. Dieser Sachverhalt ist durch Ver-suche leicht zu bestätigen.

In diesem Sachverhalt nun liegt die Berechtigung für dieübliche Bezeichnung gewisser Verse als trochäischer oder jam-bischer. Man nennt so einen Vers, der mit einem Trochäusbezw. Jambus beginnt, und im übrigen einen gleichmäfsigenWechsel von je einer betonten und einer unbetonten Silbezeigt. In der Tat ist eine solche Reihe zunächst der Tendenznach jambisch bezw. trochäisch, d. h. wir sind zunächst geneigt,sie auch weiterhin dem Anfang entsprechend aufzufassen.