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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Raumästhetik.

begegnen wir nun auch in anderen, z. B. in rein linearenFormen. .Der Kreis ist seiner Natur nach nicht elastisch, dig.Spirale, Schnecke, Volute kann es sein, und die antiken Volutensind es tatsächlich. Für die elastische Spirale verweise ich auffrüher Gesagtes.

Sonstige krummlinige Formen.

[ Krummlinige Formen sind es, die allein den unmittel-baren Eindruck der Elastizität machen können, da sie alleindas stetige Hervorgehen einer Kraft oder einer Tendenz zueiner Bewegung aus einer anderen Bewegung unmittelbar zuversinnlichen vermögen. Zugleich ist doch, wie am deut-lichsten das Beispiel des Kreises zeigt, nicht jede krummlinigeForm elastisch.

Solche nicht elastische krummlinige Formen entstehen,indem zu einer einfachen, also geradlinigen Bewegung eineandere dazu senkrecht gerichtete hinzukommt und in jedemPunkte von neuem auf sie einwirkt. Die fortgehende Wirkungdieser Kraft lenkt jene Bewegung sukzessive ab.

So entstehen nicht nur die soeben erwähnten Formen,sondern auch die Formen, die, in einem Bauwerk etwa, einevertikale Bewegung in eine horizontale, oder umgekehrt, stetigüberführen.

Dies Motiv hat wiederum seinen eigenen ästhetischen Wert.Wiederum gewinnt es ihn aus unserem eigenen Erleben. Wirwissen, was es heifst, und kennen das eigentümliche Gefühl,das uns überkommt, wenn wir nicht erst in einer Richtunguns bewegen und dann ruckweise in eine neue Richtungübergehen, sondern die Bewegung in einer Richtung stetig indie Bewegung in einer anderen Richtung übergleiten lassen.

Motive des Einklingens und Ausklingens.

Das stetige Entstehen eines Bewegungsantriebes oder einerbewegenden Kraft, und weiterhin einer tatsächlichen Bewegung,aus einer frei einsetzenden anders gerichteten Bewegung, wie