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Der Mensch und die Naturdinge.
Zornes oder des fremden Schmerzes, wenn ich diesen Zornoder Schmerz frei innerlich mitmachen kann, d. h. wenn inebensolchem Zorn oder ebensolchem Schmerz mein eigenesinneres Wesen frei sich ausspricht.
Und in der Lust nun, die mir quillt aus solchem freieninneren Mitmachen eines inneren Verhaltens, das in einer Aus-drucksbewegung für mich unmittelbar liegt, besteht die ästhe-tische Lust an der Ausdrucksbewegung, in unserem Falle andem stolzen Blick. So gewtfs der Blick nicht als solcher, d. h.als diese Verschiebung des Auges, sondern um des innerenVerhaltens willen, das darin sich ausspricht, mir erfreulich ist,so gewifs beruht die Freude auf diesem innerlichen Mitmachen,so gewifs ist sie die Freude an diesem Miterleben. Sie ist miteinem Worte Lust aus der „Einfühlung“. Und sie ist einzig undallein als Lust aus solcher Einfühlung möglich.
Herkunft der Einfühlung. Abzuweisende Erklärungen.
Nun aber erhebt sich die Frage: Wie komme ich dazu,mit der Wahrnehmung der Verschiebung an dem fremdenAuge den Stolz zu verbinden oder ihn darin zu sehen ?Und wie geschieht es weiterhin, dafs dies Sehen nicht ein,blofses Mitvorstellen, sondern ein Miterleben, oder dafs es„Einfühlung“ ist?
Zur Beantwortung dieser doppelten Frage genügt es nichtetwa, dafs ich sage: Wenn ich selbst Stolz fühlte, so er-lebte ich die gleiche Verschiebung an meinem Auge. Denn wasich da erlebte, war etwas ganz Anderes, als was ich jetzt andem fremden Auge wahrnehme. Ich erlebte Spannungen derMuskeln, und Hautempfindungen; ich gewann mit einem Worteein Muskel-und Tastbild der Verschiebung, oder allgemeinergesagt, der Ausdrucksbewegung. Dagegen sah ich nicht zugleichmeine Ausdrucksbewegung, ich gewann kein Gesichtsbildderselben. Umgekehrt erlebe ich bei dem Anderen nicht nebendem Gesichtsbild der Ausdrucksbewegung zugleich auch dasMuskel- und Tastbild derselben. Dies letztere ist aber etwas