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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
in dem ich überhaupt affiziert oder in Anspruch genommenbin, einen Eindruck erfahre, oder in dem mein Interesseerregt wird. Was mich wenig in Anspruch nimmt oder be-rührt, ist auch in geringem Grade lustvoll oder unlustvoll.
Gegensatz der beiden Bedingungen der Lust.
Man sieht nun leicht: Die hiermit bezeichneten Faktoren derLust, der Anspruch eines Vorganges, apperzipiert zu werden,und die in der Natur der Seele liegende Bereitschaft, den An-spruch zu befriedigen, können zusammen, aber sie könnenauch einander entgegenwirken. Und daraus ergeben sich ver-schiedene Möglichkeiten der Erzeugung eines Lustgefühls vonbestimmter Höhe. Zugleich ergeben sich daraus verschiedeneMöglichkeiten des Umschlages des Lustgefühls in ein Unlust-gefühl.
Gesetzt es bestehe in der Natur der Seele, oder es bestehein der Seele, ihrer Natur gemäfs, zunächst ein bestimmtes mitt-leres Mafs von Bereitschaft, dem Apperzeptionsanspruch einesbestimmten Vorganges oder Erlebnisses entgegen zu kommenoder zu genügen. Andererseits besitze der Vorgang eine be-stimmte mittlere psychische Gröfse oder „Eindrucksfähigkeit“,d. h. sein Anspruch apperzipiert zu werden habe eine bestimmtemittlere „Energie“ oder Höhe. Nun steigern wir in Gedankenerst diesen, dann jenen Faktor; wir nehmen also das eine Malan, es wachse die Gröfse des psychischen Vorganges, es ver-mehre sich also die Energie, mit welcher derselbe die Auf-fassungstätigkeit oder die Aufmerksamkeit beansprucht, suk-zessive. Ein andermal dagegen wachse die „Bereitschaft“ zurApperzeption des Vorganges.
In jedem dieser beiden Fälle nun ist zunächst eine Be-dingung gegeben für eine wachsende Höhe des Lustgefühles.Im einen Falle, sofern — wie wir soeben sahen — die Höheder Lust auch von der Quantität oder psychischen Gröfsedes zu apperzipierenden Vorganges abhängig ist; im zweitenFalle, sofern dem Anspruch eines Vorganges apperzipiert zuwerden, offenbar um so leichter und vollkommener genügtwird, oder negativ gesagt, sofern der Vorgang mit seinem