Druckschrift 
2 (1797)
Entstehung
Seite
316
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ZiS 7. B. Von den tveseiitl. Regier. Rechten.

ebenfalls nur 1 ober r präsentiren sollten. Sekt dem W. F.hatte sich inzwischen manches geändert, denn es war B ö h, Is

men zum wirklichen Sitz - und Stimmrecht im kurfürstli- l

chen Collegium wieder gelangt, und Braunschweig »

war Kurfürst geworden. Beyde konnte man von dem Prä- »

sentationsrecht nicht ausschließen, aber alsdann überstieg die i

Zahl der Präsentirten die Zahl der Assessoren. Doch man be-sann sich bald, daß dies selbst vorkheilhaft sey, indem man alsdann nicht erst lange zu warten brauchte, um eine erledigteStelle wieder zu besitzen, weil schon einer da wäre, der so-gleich einrücken könnte.

Man begnügte sich indessen damals nicht blos die Zahlder Assessoren zu bestimmen, sondern das Reich übernahmnun auch zu ihrer Unterhaltung einen großem Beytrag,indem derselbe von zwei) bis sieben erhöhet wurde. (§. 250.)Unglücklicherweise entrichteten aber verschiedene Stände ihreBeiträge nicht, andre suchten Moderation, und diese ge-stand man verschiedenen unter ihnen zu, womit einige wie-der unzufrieden waren, und sich nun auch weigerten die er-höhten Dryträge zu entrichten. Hiezu kam, daß in einigenKreisen selbst über die Art und Weise der Präsentation al-lerhand Irrungen entstanden, und so war denn die Folgedavon, daß das Kammergericht nur aus 17 Beysitzer» be-stand, und selbst diese mußten eine geraume Zeillang an-derthalb Jahre warten, bis sie Besoldung erhalten konn-ten. Die letzte Visitation trug endlich sehr ernsthaft beydem Reiche darauf an, di-sem Nebel abzuheifen, und warauch so glücklich rm Z. 177;. einen Rcichsschluß zu bewir-ken, daß der Beytrag der Stände noch um ein Viertel er-höhet, dagegen aber auch das Gericht unverweilt mit reBeysitzern besetzt werden sollte. Wollte man aber dies be-werkstelligen, so mußten erst einige Präsentationsirrungen