Druckschrift 
2 (1797)
Entstehung
Seite
315
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r.C. 2.A. V.d.Kaif.und Neichskammerger. Z15

damals ein jeder 2000 Fl. Besoldung erhielt, eine jährlicheSumme von 100,000 Gulden erfordert. Freylich eine Klei-nigkeit für ein so großes Reich, als das teursche, allein wirkennen schon den Egoismus und die Sparsamkeit unsrerReichsscände sobald etwas zum «llgemeinrn Bestendes Reichs geschehen soll. Kurz es ward nicht einmal mitErnst darauf gedacht, wie jene Summe aufgebracht wer?den könnte, und so war es denn eine sehr natürliche Folgedavon, daß es nur auf dem Papier ;o Assessoren gab. Hie-zu kamen die widrigen Schicksale, welche das Kammer»geeicht während der französischen Kriege zu Speyer erdul-den mußte. Es mußte flüchtig werden und eine Zeitlanghrrumirren, bis es endlich zu Wezlar seinen Wohnsitzerhielt. Nie waren seit dem W. F. mehr als 18, oft nur12, ja 8 und ; Assessoren gewesen. So waren im 1 .1719.ihrer nur 8, und diese klagten, daß sie von der ihnen ange-wiesenen Besoldung nicht leben könnten. Man sah endlichden Nachtheil ein, der aus den nicht zureichenden Besol-dungen entsprang, weil dies die Richter für Bestechungenempfänglich machen konnte, und beschloß also im 2- 1719.ihre Besoldung zu verdoppeln.

Hätte man doch aber auch den Nachtheil lebhafter em-geschen, der daraus entspringen mußte, wenn das Gerichtzu schwach besetzt, mithin nicht im Stande war, alle, janicht einmal die dringendsten Proteste zu entscheiden! Al-lein ohnerachtet man wohl die Zahl der wirklichen As-sessoren vermehren wollte, so setzte man doch auch zugleichdie Zahl, welche nach dem W. F. scyn sollte, auf die Hälf-te. Füssf und zwanzig Assessoren sollten also nunmehrseyn, und danach ward auch das Präsentationsschema be-stimmt, so daß jetzt ein jeder Kurfürst nur r, und die Kreist