2Z0 2. B. Von der Pers. des Kais. u. den Reschsst-
dann noch die Braunschweigische Kur vorhanden seyn wür-de, wurde in dem wegen der Einsührung vonB'aunschweigund der Neadmission Böhmens erstatteten Reichsgutachtenausdrücklich bedungen, daß alsdann die katholischen Kur-fürsten noch eie überzähligeStimme haben, und diese durchden Vorsitzenden unter ihnen bey allen Reichs - Wahl - Col-legia'.-Deputations-und andern Tagen, nach dem durchdie mehrern Stimmen der sämmtlichen katholischen Kurfür-sten zu machenden Schluffe, oder wie sie sich sonst Lesfalls un-ter einander vergleichen möchten, geführt werden sollte-Doch nunmehr sind auch die noch übrige pfälzische Linieninsgesammt katholisch und also'wird dieser Fall nie eintreten»
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Die Basis des kurfürstlichen Collegiums ist die im Jahrl;z 8 > M Nensee geschloffene Kur verein. Schon imvorhergehenden (§./;.) ist bemerkt, daß die Anmaßungendes päbstlichen Stuhls untcrK. Ludwig den Baier, die Ver-anlassung dazu gaben, daß die Kurfürsten, deren Interessehier vorzüglich auf dem Spiel stand, noch vor Eröffnungder von dem Kaiser nach Frankfurth berufenen allgemeinenNeichsversammlung, sich nach Nensee begaben, um hier ei-ne Vorberathschlagung zu halten. Die Erfahrung hattesie gelehrt, daß sie mit vereinten Kräften viel bewirkenkönnten, daß aber ebendeshalb päbstlicherSeits nichts mehrversucht würde, als sie zu trennen. Aus diesem Grundeverbanden sie sich endlich zu einem gegenseitigen Vertrauenund zur gemeinschaftlichen Auftechthaltung ihres Ansehensund ihrer Vorrechte. Zn der Folge wulde dieser Vereinverschiedentlich, besonders im I. ifrr. nnd 1558. erneuert,allein das gute Vertrauen hatte doch durch die geschehene