2 Z 8 2. B. Von der Pers. des Kais. u. den Reichsft.
8) Die Schuhe, Sand allen oder Socken von kra-mvisinrothem Atlas mit Golde angelegt, und mit kramoi-siurvther Seide bestochen, haben zu ihrer Verzierung grüneund violette Blumen und zwe» goldene Vögel. Die Soh-len sind von Schafleder.
Die goldenen Sporen, die Achselspangen, das Schweiß-tuch, die rothe Gogel oder Reisekappe und einige andereehemals gewöhnliche Neichsinflgnien, werden nicht mehr bei-den Krönungen gebraücht.
Außer den eben beschriebenen Neichsinflgnien, werdenzu Nürnberg noch viele Neichsheiligthümer oder Reliquienverwahrt, die aber jetzt bey den Krönungen nicht mehr ge-braucht werden. ES sind folgende: i) Ein Stück desTischtuches, worauf Christus das Osterlamm gespeißt unddas heilige Abendmahl eingesetzt haben soll. 2) Ein Stückder Schürze, welche Christus bey der Fußwaschung seinerJünger umgehabt haben >oll. z) Fünf Dorne« aus derKrone Christi 4) Ein Stück von dem Kreutze Christi,woran eine seiner Hände genagelt war. ;) Der eiserneSpeer, womit die Sn're Christi geöfnet worden. 6) EinNagel von Christi Kreutze. 7) Ein Stück der Krippe, inwelcher Christus nach seiner Geburt lag. 8) Ein Arm derheiligen Anna. 9. is) Ein Zahn, und ein Stück von einemKleide Johannes des Täufers, und n) drey Gelenke vondrey verschiedenen Ketten, mit welchen Petrus, Paulusund Johannes gefesselt waren. Fast alle diese Heiügthü-mer werden in sehr kostbaren goldenen oder chrystallenenBehältnissen aufgehoben.
Zu Aachen werden aufbewahrt ri) Das Ev ang si ien buch, welches man in dem GrabeK. Carls des Großen gefunden haben will. Einige be-