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659) Einmal ledig und los gefunden mag deß genießen.
660) Das Urtheil darf nicht zurückgehen.
661) Kein Urtheil leidet Widertritt.
662) Was vor dem Einen geurtheilt ist, soll vor dem Andern stüt sein.
663) Wer mit Recht vernrtheilt ist, bleibt verurtheilt.
664) Wie es der Schöffe zu Recht meist, dabei soll es bleiben.
665) Was Einem das Recht gibt, das kann ihm Niemand nehmen.
666) Wem sein Geld mit Urtheilen ertheilt wird, dem muß man esgeben.
667) Wem die Schöffen das Recht geben, der soll es haben.
668) Wer das Urtheil behält, behält das Gut.
669) Vor dem Kaiser darf man keinen Zweifel rächen.
670) Niemand kann in Einer Sache zweimal antworten.
671) Wo einmal gerichtet wird, ist darnach immer gerichtet.
672) Jeder Friedbann stehe fest.
673) Urtheile sind eiserne Bande.
674) Das Urtheil hat keinen Zaum.
675) Wer dem Kläger entgeht, gibt dem Pfänder keinen Lohn.
676) Wer an Gericht verfällt, macht billig Willen.
677) Keine Frist kann man haben ohne Gunst.
678) Der Kläger soll nicht gleich mit einem Sacke kommen.
Bremen 217: „Ueckieb vncks lass ens Zslunäsn maeb cksss Lensten".
Kling 48 a. 2: „das vrtcil sott nicht zu rücke gehen". 68. l>. 1. Wgl. 418.
31: „ckas kein ortest rveäir trit licken sal" Schwabsp. eax. 91: „srvar:
vor einein vsrurteillt ist cka? sei vor ckem anckern stete sin". °") Fehmordnungvon 1408 bei Lochner I 214: „Wer verfehmt sey als recht ist, der sei) vnd bleibe ver-feimt". Grimm. W. I 471 : „vis es cksr soböxk su reebt veisriet, ckabe^ sol
es bleiben". °°°) cknr. Iris. I 16 (8): „Rast so een inan ckat riuobt to sovt, ckat
inex bein n^mmen bzmima". °°°) Wchbld. (Thnngcn) 40: „velebem ckau sein
Zelt mit vrtettn geteilt virt ckein inns man is Asben". °°') Kl. R. S. IV: „rvemese cka^ rsebt xebin cker salo 2 ban". °°°) Lünig I 370: „der die Urtheil behebt hat.behebt sein Gilt". Kl. R. S. I 4: „vor ckem baxssr sal man bsxnsn t^vikelreebin". °^°) Gnlath 489 : „siZi ma bann tveimor i ssnn ancksvör veita". °") Gr.W. I 359: var ainest Aeriebt virt, ckar sol äarnaob allvegen ^eriekt sxn".
Richth. 105. 19: „alle Isräban stanäe lest". Richth. 565. 9: „äs äing-
börin äst sint äs iserns banäe". vgl. 076 § 1. Dreher III. Eiderstadt 25. ckur.Iris. XXIV 22 (186): „Rio best asZb neen tamen". ^°) München art. 114:
„8vsr ckem ebla^sr snxrist, cker geit äem xksntsr ebain Ion". °'°) Grimm. W.III 589: „vsr cko vsrlallin ist am xeriebt, maebt billiob Villen". ^') Schott I
256: „Nicheine vrist mach man gehaben anc gunst. °°°) Kling. 168 b. 2: „der klegersoll nicht zu Hand kommen mit einem Sack". Brand 4.