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620) Vollbringung des Rechts macht ein Urtheil.
621) Wo dieselbe Sache ist, ist auch dasselbe Recht.
622) Billigkeit erfordert in gleichen Sachen gleiches Recht.
623) In gleichen Sachen ist allemal Ein Recht.
624) In gleichen Sachen muß man gleiches Recht thun.
625) In gleichen Sachen soll man gleiches Recht bezeugen.
626) Wie man die erste weist, weist man die andern nach.
627) Beispiele gelten nicht, sondern Gesetze.
628) Am Ende findet man die Wahrheit.
629) Die Wahrheit bleibt oben.
630) Das Recht muß die Wahrheit Niederschlagen.
631) Unrecht ist auch Recht.
632) Mit der Leute Gericht kann man der Leute Recht betrügen.
633) Gericht wird oft verkehrt.
634) Es ist nirgend eine Seuche, es ist eine Arznei dafür.
635) Jedermann kann Urtheil strafen.
636) Suppliciren und Appelliren ist Niemand verboten.
637) Stehend soll man Urtheil schelten.
638) Was Einer einmal genehmigt, das kann er nicht widerrufen.
639) Von welch höheren Hand das Gericht ist, an die kann man seinUrtheil ziehen.
640) Vom Dorfgericht zum Stadtgericht, vom Stadtgericht zum Hof-gericht, vom Hofgericht zum Kammergericht.
°°°) Kling 224 L. 1: „volbringung des Rechtens mach! ein Urteil". °") Wgl.422,49i „vro elis sslkis SLcbe ist clo ist oueb ilLssslbie resbt". Gl. Sachs. 1120.8 2. II 45. III 64. °-°) Lünig I 262 „Billigkeit, welch inn gleichen sachen gleich rechterfordert". °^) ,Iur. Iris. XIV 2: „HInn I/eba. senken is't nl een riuekt". lur.Iris. I 26 (10): „In Idolen seeken ne^b ML I^eb rinebt tos clwaen". °-^) 3ur.
Iris. XOVI 73 (82): „in Idolen, seknrn solrei ins, l^olr rinebt b^sgb^n".
W. II 385: „wie innn äis erste weiset, we^st man äie anäern nneb". °^) Oarreb.II 456: „Lleene voorbseläsn §eläen, insnr wetten". °^) Kl. KE. II 38 (76):„an äein enäe iinäet man clis WLrbeit". "^) Schambach 56. 155: „Os wurbsitblikt oben". °^°) Richth. 433. 30: „änt riuebt most än wirä nsäer slLSn".°") Eisenh. 4. Simr. 10736. °^) Kling. 143 L. 1: „mit der lent Gericht mag mander lent Recht betriegen". °-') GO. 123: „geeicht Wirt ofst verkert". °^) Wgl. 244.44: „is ist n^näert eins snebe, äo ist sine sr^nxs vor". °'°) Cölm. R. II 6:„ONteil mag Uderman strafen". °°°) Simr. 10043. ^) Magdeb. 299. 86: „stebenässol man vrtsil sbeltsn". "°) Kling 132 b. 1: „was einer einest volwortet, das mager nicht widerrufen". "0 Schwab. 95. 2: „Von swelcber bnbsrn bnnä geriebteist, än mag'man s^'nsUirte^l rvol bin sieben ; Nupr. (Maurer) 1 79. "") Rcchtssp. 155.