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114) Weist mich der Eidsmann recht, so kann ich das Beste weisen.
115) Wie der Richter einnimmt, so soll er ausgeben.
116) Wer des Kaisers Mund hat, mag sich den Genossen wählen.
117) Wer den Schöffenstuhl besitzt, mag sich den Genossen kiesen.
118) Schöffenthum erbt nur vaterwärts.
119) Den Stuhl vererbt der Vater ans den Sohn.
120) Wer zu dem Bänken nicht geboren ist, soll um den Stuhl bitten.
121) Wie man srägt, so muß man berichten.
122) Frag gibt Folg' und Recht.
123) Das ist gut, wenn alle Männer einig sind.
124) Das Mehr gilt. '
125) Die meisten Stimmen gelten.
126) Wer die meiste Folge hat, behält das Urteil.
127) Was die mehrere Hand macht muß die mindere halten.
128) Es ist Recht, daß das Kleine dem Großen folge.
129) Die Mehrheit geht vor, die Minderheit zurück.
130) Was unter Dreien übereinkömmt muß der Vierte halten.
131) Die jüngsten Schössen fällen das Urteil.
Eine besondere Bürgschaft für die Gerechtigkeit des Urteils suchte manvon je in der gleichzeitigen Prüfung Mehrerer; gegenseitige Einvernahmebeseitigt die Leidenschaftlichkeit des Einzelnen und erhöht die Weisheit des
"0 Grimm W. II 133: „rveist nneb 3er eillsinann reobt, Waisen lob llasdes! lob Iran". "°>) Wiarda § 41: XIsa llen sa tbi rsllisua in nirna sa reks diLisa llen nt. "°) Kl. K. E. I 10 (12): „wer llss keisers innnt bat, 3er wag si-nen genor: kxsen". '") Kl. K. E. I 10 (12): „wer 3sr sebeüen stnl bssit^st,äsr sal llen gesellen Kissen". "') Grimm W. I 70l: „O!e sebeHeltuw erbst ouebnnwsnt vatterbalx". Sachs. III 26 § 3, Schwab.S. 81. 5. Wchbld. 30 § 1:„Dissen stui erbit er uH sinsn (eiäistsn) son: zu dieser Einschaltung berechtigtSchwab. W. 235, Daniels Rechtsd. I>I 755, 15. "") Magdeb. 299. 56: „3er äar
r:u 3en benken niobt geboren ist, 3er sbol 3ss stnoles biten". ^) Cautel zuSachs.: ,,wi inan vraget alro sal man verlebten". '^) blon. L. II 498: „äa gabtrag volg nn3 3as reebt" II 499 X 267, 1378- ''0 Grang. I 1: „tbat er vael
et allir inenn vertba sattir" I 79 u. 107. '^') Simrock 6901. Grang. I 1 aüsoalratba I 79 n. 107. ^) Simr. 9909. '") Lappenb. 188, 16: „weleker 3e westenvolgbe bsHt, 3e bebolt sM orllel". "') Schwvz 349, 44: „was die merer Handmachet, dz soll die mindre Haliten". "') Richth. 208 § 35: „btt isrlnobt, tbet tbstlittie tba grata loigie"; 484 g 16; Schaub. I 58, 26. "') llnr. Iris. XVIII 22
(140): „so aegb 3at wara losrt to gaen sn3s 3at ininre wrbsek". '") Bremeki65: „IVes 3en 3rs oven sn äregst, 3at seal lls verlls stelle boläen". "0 Spren-ger III letzte Seite: „Os zongsts sebsxsns veilen bet vonniss".