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Deutsche Rechtssprichwörter
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selbst sich keiner Partei annähern kann; kein Urthcil bindet, das man gehendoder stehend findet.")

Er hat das Recht anszusprechen und den Vollzug anzuordnen; dieserselbst, oder ein Urtheil mittelst sachentsprechender Handlung ist seiner unwür-dig, er muß Richter sein, nicht Frohnbot.

Verhaßter als Mißmnth, Haß und Zorn ist die Geldgier; Gut dafürzu nehmen, daß man seiner Pflicht genüge, ist wider Amt und Würde, widerRecht und Billigkeit, undein Richter, der nach dem Stücke gelohnt wird,gleicht dem Nachrichter"/) ja noch mehr: das Recht ist ja Gott und ganzfolgerichtig stellen ihn die Nechtsbücher dem Judas gleich, der auch für drei-ßig Weißpfenuige den Herrn verkaufte. (74, 78)

Es wird angerathen, über alle Gerichtsthüren zu schreiben:

Um Leid, um Liebe oder Gab'

Treten wir vom Recht nicht ab.

Wer sich die Hände füllen läßt,

Was er thut, hat oft Gebrest.")

Denn mit Gaben macht man der Ungerechtigkeit Platz/)

Cambhses, sagt man, ließ einen bestochenen Richter lebendig schindenund mit seiner Haut den Nichterstuhl überziehen, damit Alle vor Aehnlichemgewarnt würden,") aber überall und auch in Deutschland beklagen ganzeReihen von Sprichwörtern und Redenarten die Bestechlichkeit ihrer Beamten,(8494) verweisen auf frühere, aber nicht erweisbare Verhältnisse:

Die Alten sahen mehr auf das Recht als auf den Beutel"'')und verkünden als gleichmäßiges Gesetz:

Sobald der Richter Unrechte Miethe nimmt, hat er kein Recht mehrzu sprechen; er muß Liebe und Leide zu gleichem Rechte sprechen und richten,Feinde wie Freunde, denn der Richter bezeichnet den Priester. Priester undRichter müssen alles Rechtliche richten und schlichten, so sollen sie ihre Seele(ihren Eid) erhalten"/)

s) Gl. Sachs. III 69 8 2. d) 0. 0. 0. art. 205 Weing. II 478. o) Blumedes Magdeburger Rechts bei Hom. 340. 341. d) Holl. Sachs. 24mit Zinkten maeetmen xiastss voer den rsedtei sn die sids der onZdsreedtiedeit". e) Agric. 178.288. k) Rügen 354 6:de Olden fegen mehr vp dat Recht als vp den buidell;diese Stelle behauptet wörtlich nicht einmal eine Unbestechlichkeit der Alten". Z) krissedeWetten I 202, 3 i^Isn tds nseZL niwitd vniinedta msxdn, sn ne aod di nensdosm ts. delana; di seel dem». and dela tda lisns, s.n tda letda al ts lidsrinedte, tds. Kunde slsa tda, kriunde, dnands tdi ssega d^teeknatd tdsne Presters,llllii xrsstsre and tdi aseZa, dia soslen »Us rinedtlids dinZ dema and dein;nisa soslen dia, diars sela bidalds" I 33, 99, 139 ete., Richth. 6. 10; 7. 10 U. 21.