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Deutsche Rechtssprichwörter
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45) Wen der Kaiser an seine Stelle setzt, der hat des Kaisers Gewalt.

16) Was dem Schultheißen geschah, ist dem Herrn geschehen.

17) Das Gericht ist deren Erbe nicht, die daran gesessen.

18) Niemand kann sagen, daß ein Gericht sein Eigen sei.

19) Wahrheit sucht nicht Winkel.

20) Binnen beschlossenen Wänden und unter Dach soll Niemand Urtheilfinden.

21) Streit muß man grüßen bei Sonnenaufgang.

22) Sonne gilt im Sommer, Tag im Winter.

23) Wenn die Sonne unten ist, thut man den Bann auf.

24) Urtheil sprechen und Eid schwören darf man nicht länger, als bisdie Sonne untergeht.

25) Geht die Sonne zu Rest, so hat die Ladung keine Kraft.

26) Das Gericht muß allzeit mit nüchterner Zunge geleitet werden.

27) Man muß fastend zu Gericht gehen.

28) Ein Gericht bei Gras, das andre bei Stroh.

29) Alle guten Dinge sind drei.

30) Sanct Martin führt die Schlüssel zu jeder Seele auf dem Pfadzum letzten Urtheil.

31) Binnen gebundenen Tagen darf man nicht schwören.

>°) Kl. Kaiscrr. E. III 14 (206):wen der Leiser setrist an sin stnt, derdnt äss Leisers gewalt". Bodm. 641 :Waz dem Schultheißen da geschien ist.daz ist dem Herrn geschieh»". ") Grimm. W. Ill 577 :es (äss xerielit) ist idrerde niedt, di dran gesessen linden". Kindl. Hör. 686. ") Schwab. W. 85da-von innZ oisinan geben, das ein xeriodts sin si^sn si" Daniels Rechtsd. III 311,18. ") Rößler I 86, 129:Die wordeit suokt niedt winLel". '") Schwab. S. 1652:Inruot desedlossen wenden und undsr dned sol n^inand urteil vinden".Spiegel deutscher Leute 186, 254. ^) Krlesods 'Wetten II 37 S 28. Richth. 391Z 26 :str^d sodzdmn Zretn di sonnn ox^nnA". ^) Gulath 442 :sül seal umsumar läds. snn daZr um vstr" 443, 417 u. 436, Graug 138, donss. 320.") Grimm W. II 718:wnnneds die sonne vnden is, nlsdnnn sali man dendannen nildoin". ^) Gutalagh 61 S3:orteil teilen »dir e^de swsrsn säl mennit IsnZdsr den d^ sunns undir ^eit". ^) Walch 94, 95:so aber die sunns Lsrsst leumt, so dat ir Zedot Lein lcrakt". ^°) dur. Iris. I 47 (16): ,,dat riuedtscdsl nlt^d me^ noedteren tongde lexd wird»". ^) Gulath 15:Nenn soololnstandi til tdin^s ALNZa", Wgl. 255, 48:man sal nuedtern riedten". °') Gr.W. III 130:eins (ZodinL) dsi xrnse und eins dei stro". Minden II 296, 9;297. von Steinen III 690 u. 1359. --) Ztschr. f. d. R. XVI 115, He,risch 713, 12,749, 41. ^") Nichth. 430 § 16:sints Nartine da sloetelin leert to iwer sielein dst xaed ti da lsstn ordele". ") Sachs. II 10,3:Linnen Asdundsnen dnZenne mut man niodt swsrsn".