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Deutsche Rechtssprichwörter
Entstehung
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13) Was genietet und genagelt ist, folget dem Hause.

14) Was erd- und nagelfest ist, bleibt bei der Wehre.

15) Was erd- und nagelfest ist, gehöret dazu.

16) Die Steine sollen dem Hause wieder folgen.

17) Alle Balken in der Schenn gehören zu der Schenn.

18) Der Hohlring hängt dem Kessel und nicht dem Hause.

19) Der Mist folgt keinem Acker.

20) Schragenholz bleibet beim Stammkauf.

21) Dem der Hagen, dem ist auch der Graben.

22) Der Hagen zieht den Graben nach sich.

Alle Habe nach deutschem Rechte zerfällt in zwei Hauptarten: in lie-gende (feste, unbewegliche) und fahrende (lose, bewegliche) Habe; jene nachaltstrengem Rechte kann nur Freien, diese auch Unfreien zustehen, jene nurfeierlich, diese auch unfeierlich auf andere übergehen, jene nur von Männern,diese auch von Frauen ererbt werden.") Deshalb kommt aber auch ur-sprünglich der Fahrhabe im Vergleiche zum liegenden Gute nur eine sehruntergeordnete Bedeutung zu.

Die fahrende Habe umfaßt im allgemeinen Gegensätze zum liegendenGute die von Ort zu Ort bewegliche oder, wie das Sprüchwort sagt,wasgetrieben und getragen werden kann"; wie denn auch der Bildner zumSachsenspiegel die Fahrhabe durch Vieh und Frucht zu veranschaulichen sucht;uranfänglich zählte man hieher ziemlich allgemein auch alle verbrennbarenGegenstände, nach der Weisung der Brcidenbacher Schöffen vom Jahre 1627:was Fackel oder Brand hinwegnähme, das solle für Fahrniß gehalten underkannt werden von Rechtswegen?)

Eine besondere Bestimmung enthält die Oesfnung von Stäfa am Zürcher-see aus dem 14. Jahrhundert, der zufolge Häuser als liegend Gut gegenden Herrn, als fahrend Gut gegen die Freunde d. i. die Erben betrachtetwerden.

Dist. II. 1, 2: xsnist nnds zsnLAstt is, sei dem Kresse lolZsn.

") Grimm. W. III 206:"Wal Lid und Niigstlaste is, KIMt k^ der rvsre.

'9 Goslar, Etat. 24, 37. 26, 23:rvat Io ertvast rinde NLAkelvLst dat köret darto". '9 Ortloff S. Eisenach III 90 :Vs steine sniien deine Kuss rvsdir vollen".'9 Ortl. Rechtst', nach Oist. II 1, 24:ulte gaieken in der sekun Aekorn esu derseknn. '9 vist. I 8. 158:d> kotrinAö ist deine Kessels gekanZen nnds niektdeine Kuss. '9 Eisenach 729 III 92 :der inist volxit dieks^ms -rekir. Simr.9184. ^9 u. ^9 Rort. eomment. st oxnse. vol. II toin III xa§. 285. EisenhartS. 232. Simr. 4207.

->) Grimm. DRA. S, 491. K) 8snokenkor§ oxuse. S. 69.

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