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Deutsche Rechtssprichwörter
Entstehung
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250) Eigenleute verstehlen sich selbst.

251) Leibhuhn folgt dem Unfreien allenthalben.

252) Halshuhn folgt dem Halseigenen allenthalben.

lieber den Stand des Einzelnen entscheidet seine Abstammung ausrechter Ehe; er ist so frei, als er geboren wird und kann sich in der Regelkeinen andern Stand erwerben.

Namentlich kann der in einer Gehöre Gcborne diese nicht beliebigwechseln oder frei Werdens °) läßt ihn aber sein Herr frei, so erwirbt erfreier Landsassen Recht,''), der Freie wird durch Ritterwürde oder Amt nichtgehoben, denn

Ein Strohwisch und ein Schultheiß sind gleich gemacht;wohl aber kann er sein Recht verwirken.")

Der Geburtsstand ist unzweifelhaft, wo beide Eltern schon vor derVerehelichung demselben Rechte angehörten; auch dann noch, wenn bei Voll-freien, in rechter Ehe Lebenden nur verschiedene Grade des Adels in Be-tracht kommen, welchenfalls das Recht des Mannes entscheidet.^)

Zwar will eine ziemlich verbreitete Meinung dem Kinde ohne Rücksichtauf dessen Echtheit und Freiheit den Stand des Vaters beilegen,") obwohldies auch der Schwabenspiegel, wenigstens in einigen Handschriften H aus-drücklich auf chliche und ebenbürtige Kinder beschränkt, allein ein allgemeinerGrundsatz läßt sich überhaupt nicht aufstellen, die Frage kann nur mit Unter-scheidung in Zeit und Ort beantwortet werden.

Das Weichbild erklärt:^)

§ 1. Es war ehedem bei den alten Fürsten und von den freienHerren zu Recht gesetzt, nähme ein freier Mann ein eigenes Weib, oder eineigener Mann ein freies Weib, das Gescheitst, das hievon käme, wärealles frei.

§ 2. Darnach setzten die Fürsten und freien Herren unter sich also:ob ein freier Mann ein eigenes Weib nähme, oder ein eigener Mann ein

Luppenb. 186. 12 Glosse egsb mxnseben ... vorstslsn siele sulusm»') Dreyer III 1313. Grimm. RN. 374. Hillebr. 17. 26.

s) Budde 6; dagegen Oapitul. VI e. 335 Homo Uder, gni statum sunm io

xotsstats badet, et xchorars et meliorem taeers zotest, b) Sachs. II 16 § 3.

e) Spiegel der Rechte fol. 12. v. Ein Schultheyß vnd strowüsch ist bald gemacht,

ä) Sachs. Lehur. 21 § l; vgl. oben (206) (la vsrge annoblit). e) Spiegel deut-

scher Leute eax. 16. Sprichwort 209 soll bedeuten, daß auch Kinder aus morgana-tischer Ehe des Vaters Adel erhalten. Estorl 297 § 718. 1) Schwab. W. 16 eax. 13lin iegsliob bint bsbelelet sines vater rsbt, ob es sliob nnä Im ebenbürtig ist.g) Wchb. art. 6.