„Niemand kann sprechen: ich bin Pfaffe, was geht mich der Kaiser an,denn die Christenheit ist nnter des Kaisers Gewalt"/) Demgemäß erklärtedenn auch der Churvercin zn Rense im Jahre IststZ''): „Das heilige
römische Reich, die höchste Obrigkeit in der Welt, ist von Niemanden herals von Gott, ist keines Menschen auf Erden Lehen. Der Kaiser hat keineObern auf der Welt, hat seine Gewalt ohne alle Mittel von Gott, hatkeinen Gleichen noch Obern auf Erden, sondern ist der Allerhöchste, durch'de» Gott der Welt alle Rechte, Gesetze, Ordnung und Regierung gibt".
Der Kaiser wird mit dreifacher Krone gekrönt: mit der eiserne«, alsder Stärkste, mit der silbernen, als der Reinste, mit der goldnen, als derEdelste über Allen an Gewalt und Rechtfertigkcit/)
Der Reichsadler trägt zwei Köpfe zum Zeichen, daß Ost und Westznsammcngehörc und Zusammenkommen werde"), der Reichsapfel ist mit Erdegefüllt und von goldncm Kreuze überstrahlt, weil die Erde durch Gott undChristenthum in des Kaisers Gewalt kam/)
Wie das Heer den Kaiser wählt, so gebietet er über dasselbe, er istsich reich und gewaltig, kann sich seine Streiter wählen, denn er ist einBorn der Stände und Würden/) aller Adel und alle Ritterschaft entsprießtvon ihm und der Name König bezeichnet sprachlich schon den Kühnen/)
Als Gottes Stellvertreter ist aber der König nicht nur die Stärke,sondern zugleich der Vertreter der Wahrheit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
Er schwört nie, denn bei der Thronbesteigung, seine Worte sind Cidgenug und unumstößlich wie das heilige Wort; deutsche Anschauung sprachdie Erfindung der Wahrheit, des königlichsten Gutes, seinem Fürsten zu;König Karl stiftete Treue und Wahrheit.
Er kann daher einem innersten Wesen nach nicht Unrecht thun; thnters aber gleichwohl, so steht fest, daß er nicht Kaiser, sondern dem Mindeste»gleich ist/)
Vermöge seiner allerhöchsten Gerechtigkeit wird er zum Richter gewählt:seine Würde liebt die Gerechtigkeit und diese verherrlicht ihn') (276): Woer offen Tage dinget, da ist der Königshof/) jede Stätte des Gerichts istsein reichstes Kleid.
Er ist gemeiner und oberster Richter über Alle, über Gut und Blut,
a) Holl. Sachs. Hei enmnob nxeinnni Spraken ,7o den pnop mal is inimn ctan kovser . . . 7/Vs.nt Nie llorstsnboii is onänr des Lausers Abemont.>i) Lünig I 37. e) Kling tO. d. l. 6) Hund I 409. o) Eisenach 632. I) Rechts-spicgel Fol. 2t 7 v. Z) Grimm in der Zisch, f. g. R. W. III 118 not. 71. b) Kais.S. II 117. 1) cap. von 845 eap. I bonor roxls snstitiam äillKit (387). K) Lünig322. Sächs. Lehnr. 72. § 1 svur äie konlnx opsnbars ctsMäinZt äar iK ctls bol.