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Der MissÄiirus pÄroemiaruNi AsrMÄiiioo-juriäioLrurli des Pistorius,Leipzig 1716 u. ff. will dagegen laut Titelblatt tausend Stücke bringen,aber Sätze wie: „Wo der Teufel nicht hin will, schickt er ein altes Weibhin", „Blinder Mann armer Mann" und ähnliche sind gewiß keine Rechts-sprichwörter. Immerhin ist diese „Schatzkammer" so reich, daß die neben-her laufenden Abhandlungen des Geyer, Mai (1756), Beron, Ihre(1769), Kind (1776) und Anderer entbehrlich erscheinen.
Das erste deutsch geschriebene, allgemein bekannte und jetzt nochvielgebrauchte Buch erschien unter dem Titel:
Eisenhard, Grundsätze des deutschen Privatrechts in Sprichwörtern.
Schon 1769 hatte Konradi die Sprichwörter nach Klassen geordnetund Eisenhard zu jedem einzelnen derselben eine besondere Erklärungbeigefügt; anfänglich besorgte sein Sohn, später (1823) Eduard KarlOtto die nöthig gewordenen neuen Ausgaben.
Dieses Werk unterscheidet sich von dem des Pistorius nur durchdie Wahl der deutschen Sprache statt der lateinischen und etwas sorg-fältigeren Ansdruck; in den letzteren Ausgaben aber auch noch durchAufnahme all der Sprichwörter, welche Jakob Grimm in seinen Aufsatzüber Poesie im Rechte (Band II Seite 31 ff. der Zeitschrift für geschicht-liche Rechtswissenschaft) verwebt hatte, wie Jakob Grimm überhaupt undinsbesondere in seinen deutschen Rechtsalterthümern, nicht durch Worte,sondern durch Thaten den rechten Gebrauch der Rechtssprichwörter lehrte.
Das Heftchen eines Ungenannten „Rechtsregeln und Sprüche ausWiguläus Xaver Aloys Frhr. v. Kreittmayrs Anmerkungen zum baye-rischen Landrechte München 1848" kündigt sich schon äußerlich als Zu-sammenstellung verschiedener Dinge aus einem einzigen Buche an underschöpft nicht einmal dieses; das mehr versprechende Buch Volkmars
Xarosniias et NsAulas ffiris Uoraanoruw, OerwauoriNL, Xranoo-
ALlloriiiü st Lrittsuorum 1854
beschränkt sich gleichwohl darauf, das Jnhaltsverzeichniß bei Eisenhardabzudrucken.
Von entschiedenem Werthe sind dagegen Hillebrands deutscheRechtssprichwörter, Zürich 1858, die erste nicht blos in deutschen Wor-ten, auch in deutschem Geiste geschriebene und überall streng wissenschaft-liche Arbeit.
Gleichwohl durfte sie der hier vorliegenden Sammlung nicht zumVorbilde dienen: Hillebrand erklärt jede seiner 373 Nummern einzeln in