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2 (1895) 1847 - 1879
Entstehung
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351
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1879

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werden je nach den verschiedenen Möglichkeiten zwischen 80 und 120 MillionenMark betragen. Garantien wegen Überlassung eines entsprechenden Teils an dieEinzelstaaten, wie das Centruin will mit Beibehaltung der Matrikularbeiträgc?Bewilligung der Finanzzölle nur auf einige Jahre? Die Frage wird erörtert,ob man sich mit Bennigsen in Verbindung setzen und ihn zu Mitteilungenmöglichst veranlassen soll? Sie wird verneint mit Rücksicht auf die Schwierigkeitseiner vermittelnden Stellung. Man glaubt, Bismarck werde wegen der sogenanntenkonstitutionellen Garantien keine großen Schwierigkeiten machen; er ist eben einpraktischer Manu. Wenn er nur das Geld bekommt, giebt er uns gern ein BlattPapier, und vertraut, daß er, falls dessen Inhalt ihn später genieren könnte,schon wieder Mittel und Wege zur Abhülfe finden werde. Auch Varnbüler, dermich vorgestern wegen der konstitutionellen Garantien fragte und dem ich von derBewilligung der Finanzzölle auf Zeit sprach, erwiderte, er glaube nicht, daß dieserGedanke bei Bismarck Schwierigkeiten finden werde.

Berlin, den 19. Juni 1879, Abends.

Im Reichstag findet die Interpellation Delbrück's und Bamberger's, be-treffend die Gerüchte über die Einführung der Doppelwährung, statt. Bismarckantwortet, in der Sache befriedigend, allein gereizt, mit persönlichen Ausfällen.Daran knüpft sich eine Debatte von 23 Stunden über die Frage, ob dieInterpellation nötig gewesen, ob darin ein Angriff gelegen, was in den Blätterngestanden, was privatim resp. offiziös vorher herüber und hinüber gesprochenu. s. w. Hätte Bismarck einfachnein" gesagt, so hätte man viel Zeit erspartund sich nicht gegenseitig gereizt.

An demselben Tage hörte Hölder von einem Wohlunterrichteten näheresüber die am 18. Juni 1879 stattgehabte Verhandlung im Bundesrat über denAntrag Bismarck's, betreffend die Regelung des Gütertarifwesens auf den deutschenEisenbahnen. Der Gewährsmann Hölder's meinte: Die Überlassung der Fest-setzung der Eisenbahntarife und Zulassung von Aufschlägen an den Bundesratwürde den Mittelstaaten geradezu den Strick um den Hals legen; die Staatensähen doch ein, daß es sich hier nahezu um ihre Existenz, wenigstens um derenSelbständigkeit handle. Auch Bayern sei auffallend entschieden gewesen; Badenund Sachsen hätten die Opposition geführt. Im Verfassungsausschuß, an dender Antrag gewiesen wurde, seien 2 Stimmen dafür, daß die betreffenden Be-stimmungen des Entwurfs eine Verfassungsänderung seien, 7 dagegen. Ob beidieser Sachlage das Plenum des Buudesrats mit etwa 32 gegen 28 Stimmendies verneinen und jene Artikel aunehmen werde, sei die Frage. Bayern stimme beider Verfassuugsfrage mit, obgleich die materiellen Bestimmungen über die Eisen-bahnen dasselbe vermöge seiner Reservatrechte nicht unmittelbar berühren. EineVergewaltigung der Mittelstaaten werde Bismarck sich nicht nachsagen lassen.

Beim gestrigen Diner habe er gethan, als habe er von dem preußischenAnsinnen gar nichts gewußt; er sagte: er wolle nur die Privatbahnen, nichtdie Mittelstaaten mit ihren Eisenbahnen treffen. Eine friedliche Verständigung,