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2 (1895) 1847 - 1879
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Recht der Besprechung der taktischen Fragen u. s. w. Daß die wirtschaftlichenFragen zu politischen Gegensätzen führen könnten, sei richtig, dann würde aller-dings ein Zusammengehen nicht mehr möglich sein. Allein man solle doch denFall abwarten, dann sei es immer noch Zeit sich zu trennen. Die Frage, obeine oder zwei Kommissionen zu bilden seien, werde aber dieser Fall noch nichtsein. (Die Nationalliberalen hatten bezüglich des Tarifs zwei Kommissionen,eine wirtschaftliche und für die Finanzzölle eine politische beschlossen, die danndie Garantien zu erwägen gehabt hätte.) Schließlich sprach ich mich auch fürGarantien und mäßige Steuerbewilligungen aus. Lasker werde daraus ersehen,daß wir in den politischen Fragen uns wohl würden einigen können, wenigstenssei der Versuch nicht aussichtslos; vielleicht sähe er, daß es noch nicht nötiggewesen sei, die Kriegssrage zu stellen. Ich rühmte Bennigsen's Ruhe undMäßigung.

Bei der Abstimmung über die Frage, ob auf dem Beschluß wegen Bildungvon zwei Kommissionen zu beharren sei, stimmten 19 dagegen. (Unsere Unter-fraktion.)

Heute lange wechselvolle Verhandlungeil unter unfern speziellen Anhängern,ob der Antrag der volkswirthschaftlichen Vereinigung von uns mit zu unter-schreiben sei. Römer, der die Bestellungen und geschäftlichen Befragungen dieserUnterfraktion auf sich hat, verzweifelt über die Unsicherheit der Einzelnen.

Berlin, den 6. Mai 1879.

Die nationalliberale Fraktion befindet sich in einer großen Krisis, aus dersie nicht intakt hervorgehen wird. Es liegen eben zu große Gegensätze vor.Schon zählt jede Richtung ihre Stimmen: absolute Freihändler und politisch zueiner entschiedenen Opposition hindrängend etwa 22, gemäßigte Schntzzöllnerund dem Grundgedanken nach auf Bismarck's Seite (unsere Seite) etwa 28, derRest mit Bennigsen in der Mitte. Unsere Gruppe hält fast täglich Besprechungenab. In der Fraktion ist die Trennungsfrage bereits angeregt worden. Es istein wahres Schachspiel, die Frage ist, wer den andern hinausdrängt. Bennigsenwird sich bald entscheiden müssen. Ein falscher Zug kann großen Nachteilbringen, daher die beiderseitige Vorsicht; persönlich aber ein beinahe freundlichererVerkehr als vorher.

Berlin, den 10. Mai 1879.

Der Antrag der volkswirtschaftlichen Vereinigung wurde am Ende doch nochvon 13 Mitgliedern unserer engem Fraktion unterschriebeil. Römer ärgert sich,daß so viele vor der Unterschrift mutlos znrückweichen. Allein billigerweise istanzuerkennen, daß die Auffassung der gegen die nationalliberale Fraktion zunehmenden Rücksichten eine verschiedene sein kann.

Sonntag den 4. d. M. greift Lasker in der Fraktionssitzung die UnterZeichnung eines von der Fraktion verworfenen Antrags durch Frakuonsmitgliederals eine noch nie dagewesene Erscheinung an. Ich weise den Vorwurf entschiedendamit zurück, daß wir die Freiheit in wirtschaftlichen Dingen nicht blos