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2 (1895) 1847 - 1879
Entstehung
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313
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1878

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allgemeine Bemerkungen über unsre wirtschaftliche Lage und die Bedeutung bei-fügte, welche, wie ich überzeugt hin, die Zoll- und Handelspolitik Deutschlandsauf dieselbe geübt hat.

Es ist ja Thatsache, daß weit über die Grenzen Deutschlands sich erstreckendkrankhafte Erscheinungen im wirtschaftlichen Leben hervortreten; man ist dahernicht berechtigt, dieselben für Deutschland aus dessen Zollpolitik allein zurück-zusühren. Das schließt aber nicht aus, die Frage zu stellen, in wie weit unsreNot im kausalen Zusammenhänge steht mit unsrer Zoll- und Handelspolitik.

Es fehlt hierfür an Anhaltspunkten nicht, das Beispiel der Eisen-Industriemöge diese darthun; diejenige der Textil-Jndustrie, der Papier-, der Sodafabri-kation u. a., deren Rückgang unmittelbar zusammenfällt mit unsrer neuen Zoll-gesetzgebung, bestärken es.

Die Produktion des Eisens, früher in stetigem Steigen begriffen, ist seitder Herabsetzung und Aufhebung der Zölle progressiv im Niedergange, und zwarnicht bloß in dem einen oder andern Teile dieser großen Industrie, sondern inallen, in der Gewinnung der Erze wie in der Erzeugung der Fabrikate, derZahl der Arbeiter, dem Werte des Arbeitsproduktes, und zwar in den letzten beiden, den entscheidenden für die Wohlfahrt am meisten ... ft.

Hiernach leidet die Industrie nicht an der eigenen, zu starken Produktion,sondern an der Konkurrenz des Auslandes, welches sich auf den deutschen Marktin dem Maße mehr drängt, als er sich ihm rückhaltlos öffnet und die andernsich durch Zollschranken schließen.

Wenn Deutschland in den letzten Jahren verhältnismäßig stark exportierte,so liegt in den Preisen der exportierten Waren der Beweis, daß hier ein Kampfum die Existenz, um die Erhaltung namentlich eines Stammes geschulter Arbeitergekämpft wird.

Wenn in einem Lande, welches wie Deutschland nicht einmal die ihmnötigen Brotfrüchte baut, die wichtigsten Industrien im Niedergange begriffensind, dann wird auf den Rat der Freihändler, da zu kaufen, wo es am wohl-feilsten ist, wohl die Frage erlaubt sein, womit soll die wohlseile Ware bezahltwerden?

Deutschlands Handel mit dem Anslande hatte in den Jahren 18721876eine Unterbilanz von 6276 Millionen Mark. Wie immer man über die Be-deutung der Handelsbilanzen denken mag, immerhin mahnt dieses Ergebnisdaran, daß wir uns mit der Deckung dieses Saldo zu unfern Lasten recht ernstzu beschäftigen haben.

Dürfte ich Eurer Durchlaucht aussprechen, was ich meine, daß zu ge-schehen habe, so wäre es:

1. daß unser Tarif ohne alle voreingenommene prinzipielle Richtung inseinen Einzelheiten geprüft,

') Folgen statistische Nachweise über die Wirkung der Eisenzölle seit 1872.