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Die Basler Galluspforte und andere romanische Bildwerke der Schweiz
Entstehung
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Ueber die Darstellung, welche das Giebelfeld enthielt, lässtsich ebenso wenig genaueres sagen, wie über seinen Verbleib.Nach W. Füssli 3 war über der ThürChristi Himmelfahrt inStein gehauen, also etwa eine Transfiguration, wie am Haupt-portal der Klosterkirche zu Petershausen bei Konstanz, 1 2 mit dessenTympanon F. Keller das Zürcher vergleicht. Hierfür spräche, dasssich wie in Petershausen auf dem Architrav höchst wahrschein-lich die zwölf Apostel befanden. Auf demselben lassen sich nochdie Spuren von acht Nimben mühsam erkennen, denn der Kunst-verstand des vorigen Jahrhunderts hat dieses Stück zwar an Ortund Stelle gelassen, aber säuberlich glatt gemeisselt. Ferd. Keller,welcher im ganzen Zürcher Portalbau Verwandtschaften mit derentsprechenden Anlage des Schottenklosters in Regensburg erkennenwill, 3 nimmt einemajestas domini an.

Das ähnlichste Werk auf Schweizer Boden bleibt noch, wasdie architektonische Fassung der Thüröffnung anbetrifft, das Portalder Churer Kathedrale. Die zahlreichen schmalen Glieder derLünettenumfassung abweichend von den drei starken Wülstenin Basel, St. Ursanne und Neuenburg finden sich an beidenPforten. An dem auch italienisch beeinflussten Churer Portal istdie Sechszahl der Säulen freilich verdoppelt. Ferner ist in Zürichder Kircheneingang durch den grossen Vorbau, in welchem ersich befindet, noch eigens hervorgehoben. Dieser Vorbau hat einerechteckige Gestalt von unbeträchtlicher Tiefe, sein kastenartigesAussehen wird durch vorspringende Ecklisenen etwas gemildert.Der Gedanke an das Triumphthor der Antike klingt in ihm nurnoch schwach und verschwommen nach und wird durch ein Miss-verhältniss in den Abmessungen, zu grosse Breite und zu geringeHöhe, wesentlich beeinträchtigt. In der Höhe der Säulenknäufedes Portals und von gleicher Breite wie dieselben, zieht sich überdie ganze Front ein Bildfries, dessen abschliessende Glieder, eine

1 W. Füssli, Zürich und die wichtigsten Städte am Rhein, I, p.3o, 3i.

2 Das Petershauser Portal befindet sich jetzt in den Grossherzog-lichen Sammlungen zu Karlsruhe. Abbildung der Lünette bei F. X.Kraus, Kunst und Altertum im Grossh. Baden.

* F. Keller, Mittig, d. anticp Gesellsch. zu Zürich, Bd. i, Heft 5.Daselbst auch Ansicht und Details des Portals im II. Bande.