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den vier Bärten der Basler Evangelisten. Daher behielt er nurungefähr die lange, spitze Form desselben bei, griff im Ueb-rigen aber wieder zum althergebrachten, primitiven Zickzack-muster.
Dass es sich aber in Neuenburg thatsächlich um Nachbildungenhandelt, dass der dort schaffende Sculptor über kein grossesMass Von Originalität verfügte, beweist am besten folgender Um-stand. Unter den alten Sculpturen, welche von den zerstörten undabgebrochenen Teilen der dortigen kirchlichen Bauten herrühren,und welche jetzt im Kreuzgange autbewahrt werden, finden sichnoch zwei Köpfe, welche gleichfalls Portalstatuen angehört habenmüssen. Diese sind nun, im ganzen etwas besser erhalten, wieder-um genaue Wiederholungen der Häupter unserer zwei Apostel.Das Portal, dem sie angehörten, war demnach eine anderweitigan den Stiftsgebäuden befindliche zweite Ausführung des uns er-haltenen und ist, da es unzweifelhaft von derselben Hand her-rührt, ein sprechender Beweis für die geistige Armut des Neuen-burger Meisters. Interessant ist dabei, dass die Köpfe durchweg dieTonsur zeigen, welche hauptsächlich bei dem einen kurzlockigenHaupte deutlich wahrnehmbar ist, während sie bei den lang-haarigen nur durch einen sogen, breiten Scheitel angedeutetwerden konnte.
In den Furchen der Gewänder und an sonstigen vertieft ge-arbeiteten Stellen der Figuren fand sich eine braune, blättrigeMasse, wohl der verwitterte Farbüberzug, welcher auch dieseSculpturen einst in buntem Schmucke erscheinen liess, und somüsste die Frage der Polychromierung auch für das NeuenburgerPortal bejahend beantwortet werden.
Mit den besprochenen Statuen dürfte der bildnerische EinflussBasels auf Neuenburg als erschöpft zu betrachten sein. Der sons-tige plastische Schmuck der Notre-Dame-Kirche, die Kapitelle imInnern, die Konsolen der Rundbogenfriese am Aeusseren zeigenvielmehr mehrfache Beziehungen zu den Sculpturen des ZürcherGrossmünsters und seines Kreuzganges, wie dies schon Du Boisde Montperreux 1 und Blavignac 2 ausgesprochen haben. Dennoch
1 Du Bois, a. a. O. p. 14.
2 Blavignac, a. a. O. p. 21 5 .