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Die Basler Galluspforte und andere romanische Bildwerke der Schweiz
Entstehung
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ler entweder zu schwierig, oder ihn leitete die Erwägung,dass sein Paulus statt einer leichten Schriftrolle eine schwereTafel trage, mithin den andern Arm möglichst frei habenmüsse. Diese Tafel hat den Zweck, jeglichen Zweifel über diePerson des Dargestellten zu heben, sie trägt ein Citat des II.

Briefes Pauli an die Korinther (cap. 12, vers 7): Ne magnitudorelevacionum extolat me datus est michi angelus satane; dieFortsetzungStimulus carnis meae ist wohl wegen Raummangelunterdrückt und statt dessen bildlich durch ein kleines neben demHeiligen ins Thürgewände eingefügtes Relief, ein Teufelchen mitspitzer Lanze, ausgedrückt. 1 Eine merkwürdige, unsere bisherigeFolgerung übrigens nur unterstützende Abweichung zeigt sich inder Faltengebung des den Unterkörper des Paulus bedeckendenGewandteiles. Während sich nämlich das Gewand auf der Brustin concentrische, runde Falten legt, bildet es hier unten eigen-tümlich rohe Zickzacklinien, welche wieder ganz und gar nichtin Einklang stehen mit dem zierlich gewundenen Fusssaume. Eshat hier den Anschein, als ob der Künstler, welcher bisher ge-treulich nachahmte, wieder in seine eigene, ihm längst geläufige,handwerksmässige Manier zurückverfallen ist, was um so glaub- >|

hafter erscheint, wenn man sich den mutmasslichen Entstehungs-gang seiner Sculpturen vergegenwärtigt. Hatte er bei der Statuevon grösserer Bedeutung, welche auch den bevorzugten Platzrechts vom Portal aus erhielt, begonnen, so waren die unterenGewandteile des Paulus wohl das letzte, was er zu meissein hatte.

Seine Vorbilder boten ihm, wenn er sie ordentlich nachbildenwollte, an der betreffenden Stelle durchweg grössere Schwierig-keiten, als dieses kerbschnittartige Verfahren, welches kaum nochden Namen der Plastik verdient. Letzteres aber war ihm geläu-figer und wurde daher da seine Geduld wohl zur Neige ging von ihm gewählt. Dieselbe Praxis verwertete er, als essich darum handelte, den langen Bart des Paulus zu meissein.

Den in zierliche Ringellöckchen endigenden Vollbart des Lukaszu copieren, erforderte grössere Virtuosität, als er sich anschei-nend zutraute; er ist auch thatsächlich der kunstvollste von

Matile, a. a. O. p. 11.