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Die Basler Galluspforte und andere romanische Bildwerke der Schweiz
Entstehung
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Unterthanen, hier liess er sich selbst im Lünettenbilde als Stifterdarstellen. Jedermann kannte den Erbauer, und es war anzu-nehmen, dass die Geschichtsschreibung des Bistums dafür Sorgetragen würde, dass dies auch in Zukunft so sei. Von St. Ursannedagegen war er entfernt; wenn er seiner dortigen Gemeinde eineErinnerungsgabe, ein Zeichen seiner Anhänglichkeit hinterlassenwollte, so musste das Andenken an seinen Namen durch einedauernde Inschrift, gleichsam eine steinerne Urkunde, garantiertwerden, und dies um so mehr, als in dem dortigen Bogenfeldevon einer bildlichen Verewigung des Donators abgesehen wurde.Hätte er als Praepositus des Ursicinus-Stiftes die Schenkung ge-macht, so wäre dieser sein amtlicher Titel wohl auf der Inschriftangegeben, für den noch nicht nominierten und inthronisiertenBasler Bischof passte hingegen die Bezeichnung Presbyter, welchesich Jahrhunderte lang mit dem Worte episcopus deckte, wohlam besten. Schliesslich würde die so berechtigte Annahme Hugosals Stifter der Galluspforte schwankend, wenn das St. UrsannerPortal jüngeren Datums sein sollte, während eine so ausgiebigeVerwertung von Motiven desselben im Falle seines früherenEntstehens bei einem Künstler von der Bedeutung des BaslerMeisters befremden müsste. Die Verwandtschaft beider Bautenist daher am sichersten so zu erklären, dass beide etwa gleich-zeitig von französischen Sculptoren, deren Thätigkeit auch fürSt. Ursanne angenommen werden muss, gemeisselt wurden.Der vorzügliche Meister wurde dabei an der Basler Bischofskirchebeschäftigt, während untergeordnete Kräfte an der Stiftskirche ar-beiteten und sich dabei ziemlich genau an das Vorbild des grös-seren Baues hielten, dieses mag nun mehr oder weniger vollendet,oder erst in Baurissen und Zeichnungen vorhanden gewesen sein.Der Künstler der Galluspforte selbst war jedenfalls nicht in St.Ursanne thätig; trotz aller Verwandtschaft ist es unverkennbareine andere Hand, welche hier arbeitete.

Betrachten wir jetzt das Portal auf seine Stellung zu Baselhin. Auf einem Unterbau von drei Stufen, welche den Höhen-unterschied des Bodens vor und in der Kirche vermitteln, erhebtsich das Thor, zu beiden Seiten von drei glatten Säulen einge-fasst, welche im Verhältnisse zu denen der Münsterpforte ehergedrungen genannt werden müssen. Die attischen Basen tragen