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niauer über dem Portal unterbricht, hat sich eine Inschrift erhalten,welche, trotz ihrer ziemlich weit vorgeschrittenen Verwitterung,für unsere Forschung von grossem Werte ist. Fidele Chevre, derlangjährige cure-doyen von St. Ursanne, hat dieselbe zu lesenversucht, ist jedoch in der Deutung der Lettern sicher zu weitgegangen . 1 Der vollständige Wortlaut der Inschrift wird sichwohl überhaupt nie mehr feststellen lassen, dies zeigte sich beiihrer, gelegentlich der Anfertigung einer Durchzeichnung vorge-nommenen, genauen und nahen Inaugenscheinnahme. Immerhinlassen sich einige Worte deutlich lesen, ein glücklicher Zufall hatgerade die wichtigsten Schriftzeichen erhalten, ohne dass dabei
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Inschrift über dem Kirchenportal von St. Ursanne.
an eine künstliche Nachhilfe und Auffrischung der Buchstaben ge-dacht werden könnte. Wir geben in Folgendem die Transscription:
P(RE)SPITER . HUGO . MALIS . PLEN(U)S . E SVO
VO MAALE A . ME (anime ?) . UTET~ (utetur) . SI .
SIZI (Ursicini?) . S 1 . GALLO . DET~ (detur).
Wie man nun den Wortlaut auch entziffern möge, es unter-liegt keinem Zweifel, dass wir es mit der Dedicationsinschrift desKirchenportals zu thun haben, welches von einem Presbyter Hugoaus eigenen Mitteln (e suo) dem heiligen Gallus gestiftet wurde.Also auch eine Galluspforte! —
1 F. Chevre, a. a. O. p. 3oo. Er liest folgendermassen: «Praepo-situs episcopusque Hugo Esuelis, Phelippus custos omnesque canno-niales admodum reverendi collegiatae sancti Ursizini sancto Gallo de-dicaverunt». Esuelis als lateinische Form für d’Asuel findet sich zwc-später, doch ist ein Nennen des Familiennamens in dieser Zeit beiDedicationsinschriften kaum zu verzeichnen und tritt erst später nachstärkerer Ausbildung des dynastischen Zuges auf. Den übrigen Wort-laut wird wohl niemand aus der Inschrift nerauslesen wollen.