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später als 1258 wird man seine Erbauung doch wohl nicht an-setzen wollen — so liegt gar kein Grund vor, wesshalb es nichtauch schon die von 1185 überdauert haben sollte. Die Ansicht,„dass es nicht statthaft erscheint, von einem der Brände denNeubau der Kirche zu datieren“, ist in der „Baugeschichte“ ver-treten 1 und kann auch auf den Portalbau ausgedehnt werden-Dazu kommt, dass dieser schon vollendet sein musste, als manin Neuenburg die dortige romanische Seitenthür der Notre-Dame-Kirche baute, da jene Anlage sichtlich unter dem Einfluss derGalluspforte entstanden ist. Dies geschah aber um 1185—92.
Was wir über den Bischof Ludwig von Froburg(ti64—76)wissen, berechtigt nicht, ihm die Erbauung des prächtigen BaslerPortals zuzumuten. Musste doch der Basler Klerus beim KaiserFriedrich I Beschwerde führen über die Art, wie sein Oberhauptdie Kirchengüter vergeudete und für seine Privatzwecke ge-brauchte (1174), musste Ludwig doch dem Kaiser und dem Erz-bischöfe von Besangon demütig Besserung geloben. 2 1176 wirder vom Amte suspendiert und eine Commission eingesetzt, welchedie gegen ihn vorliegenden Anklagepunkte untersuchen sollte , 3im Jahre 1179 schliesslich von dem im Lateran unter dem PapsteAlexander III tagenden Concil seiner Würde für verlustig erklärt . 4Hugo d’Asuel (== von Hasenburg ), 5 der Praepositus des Stiftes-von St. Ursanne, welcher als Amtsverweser für ihn eingesetzt
1 Baug. d. B. M. p. 6.
2 Trouillat, Monumenta. t. 1, p. 353 .
3 Trouillat, Monumenta. t. 1, p. 35 g.
4 Trouillat, Monumenta. t. 1, p. 376, 377.
5 Die Stammburg der Hasenburger lag dicht bei St. Ursanne.«Domus horuni Baronum sita est in monte Jura, cuius ad huc ruderacerni possunt.» Basilea sacra, p. 169. — «Hasenburg, Dorf oberhalbLützel (Lucelle) in dem Oberamt Pruntrut in dem Gebiete des Bisch-tums Basel, welches sonst Asuel genennet wird, und dazwischen demGebirg auf einem runden Hügel auch das Schloss gleichen Namensgestanden, welches ein Lehen des Bischtums Basel gewesen und A.O74 von der Stadt Basel verbrennet worden.» Allgemeines HelvetischesEydgenössisches oder Schweizerisches Lexikon etc. etc. von Hans JacobLeu, Zürich MDCCLIV. Bd. 9. — Das Dorf Asuel am Mont Terriblenordöstlich von St. Ursanne existiert noch heute. — Die Hasenburgerwaren Bischöfe von Basel, Strassburg und Lausanne, Aebte von Ein-siedeln und manches Andere. Vergl. Abbe Vautrey, Le Jura Bernois-p. 8 ff.