eine andere Geste ausführt, jeder Fuss anders gestellt ist, undhierdurch ein Reichtum von Richtungsaxen, eine Mannigfaltigkeitder oft gewagtesten Stellungen erzielt wird, ist der Vortrag desBasler Meisters ein viel ruhigerer, gemässigterer. Doch dies sindDinge, die aus der Eigenart, vielleicht auch aus dem Unvermögendes Künstlers resultieren, man kann sich darüber ebenso wenigwundern, wie etwa über die stoffliche Verschiedenheit der bild-lichen Darstellungen. Diese waren vielleicht durch die Vorschriftdes Bauherrn gegeben und mussten vom Künstler innegehalten
Christus von St. Pierre zu Moisac.
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werden. Aber sehen wir uns die anscheinend so verschieden ge-stalteten Figuren einmal genauer an.
Wir haben in Basel eine zweifache Anordnung des Haupt-haares festgestellt. Beide Trachten, das lange, glatte, in derMitte gescheitelte und das kurze, krause, lockige Haar (beimPetrus im Tympanon, dem Matthaeusengel u. s. w.) finden wirauch bei den französischen Figuren, bei welchen, ebenso wie inBasel, die erstere die bei weitem häufigere ist. Dasselbe gilt vonden Bärten. Diejenigen des Matthaeus und Markus sind völlig vondem Schnitte derer, welche wir bei einigen Aposteln des Caren-