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Die Basler Galluspforte und andere romanische Bildwerke der Schweiz
Entstehung
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die Linke mit dem aufs Knie gestützten Buche, die charak-teristische Stellung der Evangelistensymbole bekundet, wenn-gleich sie formal auch anderweitig vorkommt, so doch in ihrertechnischen Ausführung den engen Zusammenhang der Stücke.Greifen wir etwas Anderes aus der Masse des Vergleichbarenheraus, die einzeln stehende Figur, etwa einen der von Gila-bertus gemeisselten Apostel vom Portale des Kapitelsaales derToulouser Kathedrale. Ganz wie er mit erhobener Rechtenund tanzschrittartig über Kreuz gesetzten Beinen steht auchein Apostel im Carennacer Tympanon oder etwa der ProphetJesaias vom Portal in Souillac. Die beiden letztgenannten Fi-guren, sowie die Gestalt in einem Basrelief von Souillac, wohlals Simon Magus zu deuten, zeigen wiederum eine auffällige

Uebereinstimmung, das sich glockenförmig blähende, weit vomLeibe abstehende Obergewand. So Hesse sich lange fortver-

gleichen !

Die Beziehungen zu Basel sind nun freilich nicht so offen-

kundiger Natur, wie denn überhaupt berücksichtigt werden muss,dass es wohl sicher noch manches Bindeglied, welches die Stil-übertragung hätte vermitteln können, gegeben hat. Heutigen

Tages, das lässt sich getrost behaupten, giebt es derlei ergän-zende und hinüberleitende Sculpturen nicht mehr, sie müsstendenn ein sehr verborgenes Dasein führen. Doch die Kunstge-schichte ist gewohnt und gezwungen, mit solchen Lücken zu ar-beiten; die Kluft zwischen Südwest-Frankreich und der West-schweiz lässt sich nicht ausfüllen, suchen wir sie, so gut es geht,zu überbrücken.

Ueber die Architektur des Gallusportals haben wir eingangsgesprochen. Sie ist eine originelle Schöpfung des Künstlers aufder Grundlage eines antiken Modells. Auch die in späterer gothi-scher Zeit über ganz Frankreich verbreiteten Statuen finden sichan den zum Vergleiche herangezogenen Werken nicht, wenigstensnicht in genau derselben Verwendung, kommen aber immerhinin jener Gegend, z. B. am Westportal der Kirche St. Just in Val-cabrere (Haute-Garonne) und als Pfeilerfiguren im Kreuzgangevon St. Bertrand de Comminges (ebenda) vor. Während ferneran den französischen Gestalten alles in Bewegung aufgelöst ist,jeder Kopf sich nach einer anderen Richtung wendet, jeder Arm