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Die Basler Galluspforte und andere romanische Bildwerke der Schweiz
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nacer Tympanon wahrnehmen. (Taf. V.) Auch den kunstvoll ge-schnörkelten Vollbart des Lukas treffen wir mehrfach wieder. Das ver-wandteste Beispiel im Kreise der französischen Werke ist wohl derBart des Christus von St. Pierre zu Moissac, doch giebt es auchandere ähnliche, wie den des Apostel Petrus im Souillacer Relief.Die von dem so gebildeten Haupt- und Barthaar umrahmtenlänglichen Gesichtsflächen zeigen die gleiche, im ganzen flache,aber grobknochige Stilisierung.

Auffallend ist, dass in Basel sowohl wie in der toulousanischenSchule nebeneinander eine doppelte Bildung der Augen auftritt,entweder das glatte Auge, wie es in der Antike gebräuchlichwar, oder das mit dem ausgebohrten Sterne. Die erste Formkommt im Moissacer Bogenfelde bei Christus und den Engeln vor,während die vierundzwanzig Aeltesten die vertiefte Pupille haben.Auch im Souillacer Relief finden sich beide Manieren nebenein-ander . 1

Hinsichtlich der Körperproportionen weicht wohl jeder mittel-alterliche Steinmetz etwas vom andern ab, es lässt sich dies auchinnerhalb der unzweifelhaft aufs Engste verwandten Bildhauerunsers französischen Kreises beobachten, doch will es scheinen,als ob die Gestalten, soweit die Gegensätze in der Stellunghier Ruhe, dort Bewegung dies wahrnehmen lassen, ziemlichgleiche Verhältnisse zeigen. Die geringe Betonung der Hüften zuBasel, welche Rahn als Unterschied von den als ihre Vorbilderangenommenen burgundischen Sculpturen anführt, findet sich auchin der Guyenne, hauptsächlich bei der Darstellung langgestreckterFiguren (der Engel rechts und links vom Christus in Moissac).In der Kleidung fehlt es gleichfalls nicht an Analogien, doch isthier der Nachweis derselben ziemlich compliciert. Die Gestaltender Galluspforte haben eben von allen etwas, aber von keinemalles entlehnt. Die Mannigfaltigkeit der Vorbilder lässt sichdenn auch in Basel deutlich erkennen. So liegt gar kein Grundvor, etwa in zwei in vieler Hinsicht stilistisch so gleichen Figuren,wie dem Markus und Lukas, Werke verschiedener Sculptoren an-

1 Die Souillacer Sculpturen lassen ihre ehemalige Polychromienoch gut erkennen. Es ist daher anzunehmen, dass bei den glattge-bildeten Augen der Stern auch farbig angedeutet war.

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