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jede Stilkritik machtlos ist . 1 Ihre „kindische“ Ornamentik be-ruht sicher auf rein lokaler Erfindung und gewährt lediglich archaeo-logisches Interesse.
Ein wenig besser wird es in Grandson, dem alten Städtchenam Ufer des Neuenburger Sees. Die dortige Kirche Sanct JohannBaptista, ein Gewölbebau altburgundischer Art, enthält zehn Säulen,deren Schäfte den Römerbauten des nahen Aventicum (Avenches)oder Eburodunum (Yverdon) entnommen zu sein scheinen, derenKapitelle jedoch Bildhauereien des XII. Jahrhunderts zeigen. Esmischen sich auf densel-
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ben abwechselnd Nach-ahmungen korinthischerSäulenknäufe mit kirch-lichen und profanen oderzum mindesten uns un-verständlichen Bilderndurcheinander, Heiligen-figuren, ein Sanct Mi-chael und eine thronen-de Madonna neben Un-geheuern undgrotteskenTanzscenen, auf deneneine Figur fast an denantiken Dornausziehergemahnen könnte . 2 DasBeste an den Grand-soner Sculpturen sind,wie ja meistens in derromanischen Bildnerei,die pflanzlichen Orna-mente; die Figuren sind durchweg von unbeholfener Plumpheit.Das byzantinisch starre Madonnenbild liess seinerzeit Spuren einer
Kapitell aus St. Johann Baptista zu Grandson.
1 Abbildungen von Skulpturen von Romainmotier finden sich imAtlas zu Blavignacs «Histoire de l’architecture sacre'e, pl. XI und XII,Rahn, Gesch. d. b. K. I, 227, 228.
2 Aehnliche Figuren finden sich zu Zürich, Grossmünsterkreuz-gang, Freiburg im Breisgau, Schwabenthor, Magdeburg, Dom (Bronze),Vezelay (Vonne), Tympanon von Ste. Madeleine.