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Die Basler Galluspforte und andere romanische Bildwerke der Schweiz
Entstehung
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reichen Polychromie erkennen, welche sich bei der jüngst vorge-nommenen Restauration der Kirche als consequent an allen Kapi-tellen durchgeführt erwies.

Etwa gleichwertig ist die Arbeit an den Kapitellen einesdritten schweizerischen Cluniacenserbaues, der Stiftskirche vonPayerne (Waadt), welche heute den verschiedenartigsten Be-stimmungen (Zeughaus, Gefängnis, Turnhalle und dergl. mehr)dient. Das Programm der darzustellenden Dinge war ungefährdasselbe wie in Grandson, nur drängt sich in Payerne das Ver-schiedenartigste auf demselben Kapitell zusammen; so weidet ein

Hirsch in dem Blatt-werk eines Säulen-knaufes, welcher mitMühe und Phantasie einkorinthisches Vorbild er-raten lässt. Die meistender barbarischen Schil-dereien lassen einenSinn nur vermuten; sokönnen drei Männleinmit riesigen Köpfen, de-ren Leiber von zweigrossen Armen wage-recht umfasst werdenund welche eine Halb-säule tragen, vielleichtals eine symbolische Dar-stellung der Trinität auf-gefasst werden; ein an-deres Bild, eine Reihevon Figuren mit einer zweiten gleichen über sich hat man als Pro-pheten, welche die Apostel auf den Schultern tragen, gedeutet, einMotiv der romanischen Kunst, welches später häufig eine vollendetereWiedergabe z. B. an einem Taufsteine des Merseburger Domesoder in prächtiger Ausführung an einem Seitenportale der Bam-berger Domkirche fand. Interessant ist eine Doppelstellung ge-kuppelter Säulen im Chor, welche zu zweit ein Kapitell tragen,auf dem sich z. B., je in einer Mandorla, Christus und, ihm

Kapitell aus der Stiftskirche von Payerne.