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Schrv
Ein Pendel kan durch hinzukommende Kräfte in sostarke Schwungbewegung versetzt werden, daß die Bogen,die es beschreibt, nicht nur völlige Halbkreise werden, son.dern auch noch mehr betragen, und das Pendel sogar biszur lothrechien Stellung über den Aufhängungspunkt geho»ben wird. In diesem Falle kan es nicht wieder zurückge-hen, sondern muß in verändern Helfte des Kreises nieder,fallen, wofern die Stange unbiegsam, oder die Kraft starkgenug ist, den Faden hinlänglich zu spannen. Es be-schreibt alsdann einen ganzen vertikalen Kreis oder mehrereKreise, wenn die treibende Kraft stark genug oder fortdau-rend ist. So kan man einen Stein an einem Faden oderin der Schleuder in verticalen, auch in schiefen Kreisen,oder so bewegen, daß der Faden eine Kegelfläche beschreibt.Solchen Bewegungen giebt man im gemeinen Leben auchden Namen des Schwingens oder Schwungs, obgleichder Körper nicht hin und her geht, sondern ununterbrochenin der Peripherie eines Kreises umläuft. Man findet vondiesen Bewegungen etwas bey dem Worte Schwungkraft.
Dies hat auch Veranlassung gegeben, dem Wider,streben bewegter Körper gegen die Krümmung ihres Weges,welches sich bey allen Centralbewegungen äußert, und alseine nach der Richtung der Normallinie wirkende Kraft be-trachtet wird, den Namen der Schwungkraft beyzulegcn,s. Lemralke afte. Schwungkraft. Ich habe an einerandern Stelle (Th. l. S. 488 u- f.) einige- Betrachtungenüber diese Kraft angestellt, und Gründe angeführt, sie vonandern Kräften zu unterscheiden, wobey man ihr den Na-men des Schwungs um gewisse Punkte geben könnte.Schwungbewegung, s. Pendel.
Schwungkraft, Zentrifugalkraft, Fliehkraft,
Vir cemrisuAg, Man giebt diesen Na«
men dem Bestreben, mit welchem sich bey Centralbewegun-gen der bewegte Körper vom Mittelpunkte des Krümmungs-kreises, oder überhaupt von dm in der Normallinie liegen-den Punkten, zu entfernen stickt. Dieses Bestreben rührtvon der dem Körper mitgetheilten Bewegung her, die er