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Thierreiche in einigen mineralischen und vegetabilischen Stof-fen anrrift.
Auch die Luftsäure oder fixe Luft ist seit Berg-manns Versuchen (Schweb. Abhandl. v. 177z. und Os«cicio äereo) für eine eigne Saure, die sich von allen übri-gen unterscheidet, anerkannt worden, s. Gas, mephlti^fches (Th. !I. S. 400.). Fonrana Oournal äs
, 1778.) hat sogar alle thierische und Pflanzensaurenblos auf die in den organisirten Körpern enthaltene Lustsäurezu bringen gesucht, wenigstens gezeigt, daß die Substanzendes Thier- und Pflanzenreichs ihre Saure verlieren, wennman ihnen die fixe Lust entzieht.
Die meisten Säuren erscheinen gewöhnlich, wie schonbemerkt ist, in flüßiger Gestalt; einige, die sich garnicht anders darstellen lassen, heissen daher stets stüßlgeSäuren (binarer scich, wie die flüchtige
Schwefelsäure, die Salpetersäure, die Salzsäure und diemeisten aus den thierischen und vegetabilischen Materiendestillirten. Einige aber nehmen auch, als Säuren,die feste Gestalt an, und heissen feste Säuren (Acicla so-iiäa 5. conLrsta, dreier rönnet/) z. B. die Weinsteinkry-stallen, verschiedene wesentliche Salze in den Pflanzcnsäftenund das flüchtige saure Bernsteinsalz. Noch andere zeigensich in elastischer Gestalt, entweder als Dampfe, oder alsGasarten, wovon die dephlogistisirte Salzsäure, die Luft-säure und die übrigen sauren Gasarten Beyspiele geben.
Ueber das Wesen der Säuren im Allgemeinen etwaszu sagen, was nicht auf bloße Hypothesen hinausliefe, istnoch zur Zeit schlechterdings unmöglich. Man wird beydein Artikel Salze angeführt finden, daß zween der grö-sien Chymisten Deutschlands, Becher und Stahl, alleSalze, mithin auch die Säuren, auf eine einzige allgemeineGrundfubstanz zu bringen gesucht haben, welche aus Erdeund Wasser bestehen sollte. Wenn es eine solche allgemeineSaure gäbe, so könnte dieses nach der Meinung der bestenScheidekünstler wohl keine andere, als die Vitriolsäure,seyn. Stahl, welcher sich rühmte, eine Säure in die an.der? verwandten zu kömun, giebt auch zu verstehen, daß