Rad
624
zweyte an das Rad stellen, deren Knopf —L hat. Diesezieht nun die von jener Flasche mit -st L geladnen Knöpfestark an, verdoppelt dadurch die Geschwindigkeit der Bewe-gung, giebt auch den Knöpfen Funken, wodurch sie — Lerhalten, und bey ihrer Rückkehr zur ersten Flasche destostarker angezogen werden. Dadurch ward des Rades Laufso beschleuniget, daß es in einer Minute 12 — izmal herumkam, und ein Gewicht von hundert spanischen Thalern mitsich führte. Am Ende entladen sich dadurch beyde Flaschen.Ein Bratspieß auf den Stift in der Mitte des Brets auf-gesteckt, wird dadurch gehörig, aber in vertikaler Stellung,umgedreht.
Nach eben diesen Grundsaßen verfertigte Franklin daszweyte siel) selbst bewegende!xad. Dies ist eine rundebelegte Glasscheibe, welche sich zwischen zwo isolirken Spi-tzen wagrecht um ihre Ape drehen läst. An ihrem Randesind zwey Bleykügelchen, etwa 6 Zoll weit aus einander,von denen eines mit der obern, das andere mit der unternBelegung verbunden ist. Rund um die Glasscheibe stehenauf dem Tische zwölf Glaösaulen mit messingnen Knöpfen,etwa 4 Zoll weit aus einander. Sobald man nun die Glas-scheibe ladet, fangt dieselbe an umzulaufen. Nemlich dieBleykugel, welche -st L hat, wird von der nächsten Säuleangezogen, giebt dem Knopfe derselben -st L, wird daraufweiter fortgestoßen u. s. f. Dadurch läuft das Rad um.Nun kömmt die andere Bleykugel, die —L hat, gegendie mit -st L geladnen Knöpfe der Pfeiler , wird angezogen,durch einen Funken mit -st L versehen, und dann weiterfortgestoßen, welches den Umlauf befördert. FranklinsRad lief auf diese Art eine halbe Stunde lang in jeder Mi-nute 2omal um, welches zusammen 6vo Umläufe, und7200 Funken aus jeder Kugel in die Knöpfe der Säulenausmacht. Der Erfolg ist , daß die Scheibe entladen wird.Wollte man statt zwoer Kugeln deren acht nehmen, die ab-wechselnd mit beyden Seiten der Scheibe verbunden würden,so würde die Geschwindigkeit ansehnlich verstärkt werden,aber die.Bewegung nicht so lange dauren.