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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
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gange auf der Aberflache blos den Gesetzen dev Schwerefolgt, so müssen die Orte, wo Bäche und Flüße aus Quel-len entspringen, sämtlich weit höher, als das Meer, lie,gen. Auch finden sich alle Quellen an Bergen, wenigstensdoch an sanft anfsicigenden Anhöhen.

Dem Meere wird der Verlust, den es durch die Aus*dänstung unaufhörlich leidet, von denFlüßen wieder ersetzt;

, diese aber erhalten die erstaunliche Menge von Wasser, dis! sie dem Meere Zufuhren, gröstentheils aus den Quellen.

Hiedurch entsteht eine Art von Kreislauf des Wassers, wo-! bey nur noch die wichtige Frage übrig bleibt, woher die Hö-hen den Zugang von Wasser bekommen, durch den ihreQuellen hervorgebracht und unterhalten werden. Da daäWasser, als eine schwere flüßige Materie stets die niedrig-sten Stellen sucht, so bedarf es besondere Veranstaltungender Natur, um solche Mengen desselben, als von den höch-sten Gegenden unabläßig ausgekheilt werden, bis an dieOrte der Quellen zu erheben. Diese Frage über den Ur-sprung der Quellen ist sehr verschieden beantwortet worden.

Aristoteles (Meteor. A. I. csp. IZ.) führt schon meh-rere Meinungen hierüber an, scheint aber doch derjenigenden Vorzug zu geben, nach welcher Berge und hohe Ortedas Regenwasser und andere wäßrichte Theilchen cinziehen,und in Behälter einschließen. Er setzt noch hinzu, daßvielleicht auch die Luft dieser Behälter mit in Wasser ver-wandlet werde. Sencca (tsuaell. nsmr. v. HI., c. 9.), deeeben dieses annimmk, fügt sogar eine Verwandlung devErde in Wasser hinzu, um den reichlichen Zugang derQuellen noch begreiflicher zu machen. Lukrez (Do natur.rer. VI V. 6zz sg.) leitet die Entstehung der Flüße aus ei-nem Durchseihen des Meerwassers her. Virruv aber (VssrcbikeÄur», v. VIII. csp. I.) sucht den Ursprung der Quel-len blos in dem Regen- und Schneewasser, welches in disErde so lang eindringe, bis es durch Stein- Erz- oder Thon-lager aufgehalten und genöthiget werde, seitwärts abzuflie-ßen , und fick Oefnungen nach aussen zu machen. Oft kön-ne sich das Rcgenwasser auf den Bergen sammlen und emaZeitlang aufhakten, wodurch das tiefere Eindringen beför«