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Um Gold und Silber aus Steinarten abzuscheiden,worum sie sich eingesprengt befinden, werden die Erze,nach' em sie gepocht und gewaschen sind, in denQuickmühlenmit Quecksilber und Wasser gemahlen. Bon dem erhalte-nen Amalgams wird, der gröste Theil des Quecksilbers ver-mittelst des Dnrchpressens durch Leder, wobey die andernMetalle nicht mit durchgehen, wieder abgesondert, und dasübrige durch eine Destillation abgeschieden. So werdendiese Metalle schon längst aus den reichen Gold- und Sil-bergruben cm spanischen Amerika erhalten, und es ist allge-mein bekannt, mit welchem Vortheile Herr von Borndiese Behandlung, die den Namen der Quickarbeik führt,neuerlich in den Bergwerken der kaiserlich. königlichen Staa-ken nachgeahmt hat.
Das Quecksilber wird oft mit Bley oder Zinn, womites sich so leicht verbinden löst, verfälscht. Man reinigt esdavon, wenn man es durch Leder preßt. Der Wismuthaber hat die Eigenschaft, das im Quecksilber enthaltene Bleyund Zinn so fein zu zertheilen, daß es mit durch die Zwi-schenräume des Leders durchgeht. In diesem Falle mußman sich der Destillation bedienen; denn daß auch hiebeydas Quecksilber andere Metalle mit sich überführe, ist we-nigstens noch nicht erwiesen. Das sicherste bleibt immer,sicb des aus Zinnober lebendig gemachten Quecksilbers zubedienen.
Durch Zufammenreiben mit fetten und ölichten Ma-terien zertheilt sich dieses Metall sehr fein, und vereinigt sichmit dem Fette so, daß es dem Scheine nach ganz verschwin-det, und eine Masse von schwärzlicher Bleyfarbe, die (Queck-silbersalbe, ausmacht. Es gehtdabey nicht'olos eine fein?mechanische Zertrennung, sondern zum Theil eine eigentlichechymische Verbindung und Veränderung der gemischtenStoffe vor.
Man findet das Quecksilber zuweilen rein und gedie-gen, theils lebendig und fließend, theils in Schiefern undanderm Gestein eingesprengt, wie z. B. in Jdria im Her-zogthum Kram, bey Montpellier, Florenz rc. Mit demgediegnen Quecksilber finden sich zuweilen Wismuth und