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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
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lösimq wird sehr scharf, und es ändern sich die Farben derNiederschläge. säst man die salpetersaure Quecksilberauflö-sung bis zur Trockenheit abdampfen, so erhalt man ein wei-ßes Salz, das über dem Feuer eine große Menge Salpeter-luft giebt, und seine Farbe stufenweis durch Gelb undOrange vis zum hohen Roth ändert. Alsdann Heist es,wieder sehr uneigentlich, roches Praciplcat (ViercuriuspiaocchitLM« ruber), zeigt keine Spur von Salpetersäuremehr, und ist in seinen Eigenschaften dem ohne Zusatz berei-teten Quecksilberkalke ähnlich.

Die Salzsäure greift das Quecksilber »nur im dephlo-gistisirten Zustande an. Bende als Dämpfe verbunden,geben den ätzenden tr5ub>llmak(Mt:rcuriu!i lublimstuscor-roilvu.-,), der wegen seiner äußerst ätzenden Beschaffenheitunter allen Giften das schrecklichste ist. Diese große Aeß-barkeit mag wohl daher rühren, weil sich die Salzsäure desSublimats noch im dephlogistisirten Zustande befindet, unddaher das Phlogiston aus allen Körpern mit großer Gewaltan sich reißt, s. Bausticitär. Die gewöhnliche Bereitungdes Sublimats geschieht so, daß man 2 Theile von der zurTrockne abgedunsteten salpetersauren Quecksilberauflösung,z Theile calcinirten Eisenvitriol und eben soviel Küchensalzzusammen sublimirt. Durch die Wirkung des Feuers gehtdie Salpetersäure davon, die Vitriolsäure aber verbindetsich mit dem Alkali des Küchensalzes, und macht davon dieSalzsäure los, welche sich mit dem freygcwordenen Queck-silber in Dampfgestalt vereiniget. Durch eine neue Subli-mation mit mehr Quecksilber verliert der ätzende Sublimatseine zerfreßende Eigenschaft, und verwandlet sich in dasVersüßte (Ouecßjllber (Aäercuriug lublimrttuz clulcft),welches im Wasser fast unauflöslich, weniger flüchtig undohne Geschmack ist.

Mit dem Schwefel last sich das Quecksilber schon durchbloßes Zusammenreiben, noch besser aber durch Schmel-zung des Schwefels, vermischen. Man erhält dadurch einschwarzes Pulver, den lNliieralischeii Mohr oder<Ducck-srlhermohr(^etb>op5 minerslis). Die Sublimation die-ses Mohrs vereiniget beyde Materien noch genauer, und