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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
588
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dunkel, und am Ende sind die Erklärungen sämtlich nur ausden Gesehen, nicht aus den physischen Ursachen , hcrgeiei-tet. Die ganze Lehre von den 4 - L und L, die sich bin-den und freylasten, ist nur Vortrag von Erfahrungen, diein einer bequemen Sprache ausgedrückt, sich unter wenigeallgemeine Gesetze vereinigen lasten. Das muß aber demPhysiker schon genug seyn; er lernt doch dadurch gewisseWahrheit, statt daß ihm die Untersuchung der Ursachen inUngewißheit last, s. l^dänome >e. Seitdem ich an die-sem Wörterbuche arbeite, hat Herr de Luc noch einenmerkwürdigen Versuch gemacht, sich der Erforschung derUrsachen in dieser Lehre zu nähern. Etwas hievon habe ichschon bey dem Worte Flasche, geladnc, (Th. II. S. zog.)beygebracht; ich werde aber bey dem Artikel, der den elek-trischen Wirkungskreisen gewidmet -st, noch mehr aus sei-nem Werke anführen, und eins Anwendung davon auf diePhänomene der elektrischen Platten machen.

Daß sich übrigens nicht alle Arten von Glas hiebeyauf völlig gleiche Art verhalten, bemerkt Henly (iMos.Iralieacl. Vol. LXVII. kor 1777. L I- nuin. 8>). Hollän,dische Glasplatten (I)utcb-pl3te5) übereinander gelegt, wiesine einzige geladen, undauseinander genommen, hattenjede eine positive und eine negative Seite: wurden sie wie-der auf einander gelegt, und nach dem Entladen aus einan,der genommen, so hakte sich die Elektricität einer jeden Sei-te in die entgegengesetzte verwandlet. Legt man eine reineund trskne Platte englisches Spiegelglas (looKinA-ZIast)zwischen zwo Platten von Spiegelglas oder CrownglaS,welche nachher belegt, geladen und aus einander genommenwerden, so ist die mittlere Platte auf bevden Seiten nega-tiv. Legt man sie aber zwischen zwo holländische Platten,und verfährt, wie vorher, so sind sowohl die äußern Plat-ten, als die mittlere, auf einer Seite positiv, auf der an-dern negativ. Doch bemerkt er im folgenden, man müssedie holländischen Platten, wenn der Versuch gelingen solle,nachdem Laden nicht gleich aus einander nehmen, sonderneine Zeitlanq warten. Er schreibt das besondere Verhal-ten dieses Glases der Ungleichförmigkeit seiner Masse zu.