Ort
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stand zu sehen glaube, bestimmt. Hiebey wirken also alledie Umstände mit, die beym Worte Entfernung, schein-bare (Th. I. S. 8;o u. f.) erwähnt worden sind.
Wenn wir durch gerade Streiken sehen, so betrugenwir uns bey nahen und gewöhnlichen Gegenständen seltenim Urtheile über ihren Ort. Bey entferntem Dingen ge-schieht dies oster, und der Fall ist sehr gewöhnlich, daßwir sie an die Grenze des Horizonts oder in die Fläche desHintergrunds selbst setzen, und also den optischen Ort zumscheinbaren, oder nach unserm Urtheile zum wahren, machen.
Sehen wir durch gebrochene oder zurückgeworfene Stra-len, so ist es in den meisten Fällen noch schwerer, bestimmteGrundsätze über den Ort des Bildes anzugeben. Von dendahingehörigen Theorien der Optiker, s. Bild (Th. l. S«zz 4 u, f.). Nimmt man hiebey mit Barrow an, jederPunkt werde da gesehen, wo die Spitze des von ihm aufdie Pupille kommenden Stralenkegels liegt (in vertice cc>-ni restscli s. restexi), so giebt es bey den Kugelfpiegeln garkeinen Punkt, in den sich die Richtungen aller von einemPunkte des Gegenstands herkommenden Skralen vereinig-ten, d. i. gar keinen absoluten (Ort des Bildes: meisten-kheils aber ist doch für die Stralen, die ins Auge kommen,ein Punkt da, nach welchem ihre Richtungen convergiren,oder um den sie wenigstens am dichtesten Zusammenkommen,und den man den relativen Der des Bildes nennen könn-te. Für diesen ist nun die Theorie der Alken mit Barrowsziemlich einerlei).
Aber das Urtheil richtet sich gar nicht nach diesem Or-te allein, der manchmal sogar hinter das Auge selbst fällt.Daher muß man den scheinbaren Drt des Bildes nochbesonders von jenem absoluten und relativen Orte unter-scheiden , und es lassen sich für ihn gar keine bestimmtenGrundsätze angeben.
Llügel zu Priesiley'ö Geschichte der Optik, S. 505,Dfillarion, s. Schwingung.
(Ost, s. Morgenpunkt.