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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
390
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zyo Ort

den optischen Ort für den wahren, durch einen Gssichtsbe-trig. In diesem Falle wird der optische Ort zugleich einscheinbarer Ort.

So sehen wir die Gestirne an der scheinbaren blauenWölbung des Himmels, ohne einen Abstand derselben vondieser Wölbung wahrzunshmen. Ihre Stellen sind nuroptische Orte, werden aber auf den ersten Anschein für- wah-re Orte gehalten, und sind daher auch scheinbare Orte.

Geht das Äuge aus Aink über, ohne daß man sichdieser Bewegung bewußt ist, oder deutlich darauf merkt,so scheint durch ab zurückzugehen, oder auch die FlächeOL sich um das Stück bs vorwärts zu schieben, je nach-dem man beym Urtheile über das Gesehene geneigter ist,den Körper dF oder die Flache O O sür beweglich zu halten.T)ie vielen hieraus entstehenden Täuschungen habe ich schonbey dem Worte: Gesicht sdetrüge (Th, II. S. 471.) er.wähnt.

Akt, scheinbckkek, I-00U8 sppsrem, 07.par-eirt. Der Ort, an welchem man, dem Überdas Ge-sehene gefällten Urtheile gemäß, einen Gegenstand odereinBiid desselben zu sehen glaubt, heißt der scheinbare Grcdes Gegenstandes oder des Bildes.

Die Begriffe vom optischen Orte und scheinbaren Or.t« sind verschieden. 8^ey jenem kömmt es auf reine optischeDarstellung, bey diesem zugleich auf ein Urtheil an: jenerbezieht sich allezeit auf eine Fläche, als Hintergrund, die.ser ist auch ohne dergleichen Beziehung gedenkbar. Deroptische Ort ist nicht allezeit scheinbarer Ort, sondern nurdann, wenn man die Entfernung des Gegenstandes oderBildes vom Hintergründe nicht wahrnimmt, s. (!>rr, op-tischer.

Der scheinbare Grt eines Punkts hangt ab von derRichtung, nach welcher die Lichkstralen von ihm ins Augekommen, und von seiner scheinbaren Entfernung vom Ange.Wenn ich nur eine gerade Unie aus dem Auge nach der er-wähnten 8 ichkung denke, und die scheinbare Entfernungauf diesclk, krage, so wird der Punkt, wo ich den Gegen-