Operngucker, s. Polemoskop.
Opposition, s. Aspecren.
Opklk, Optica, s. Optice, 0/ck'L»e. Dieser Na-me kömmt in seiner weitläufigsten Bedeutung der ganzenLehre vom Lichte und vom Sehen zu, welche einen Haupt-abschnitt der angewandten Mathematik ausmacht, und diesämtlichen optischen Wissenschaften in sich begreift. Imeigentlichen und eingeschränktem Sinne aber versteht manunter der Optik blos die Lehre vom Sehen durch geradeLichtstralen. Diese ist nur ein einzelner Theil der optischenWissenschaften, zü denen ausser ihr noch die Ratoptrik,Dioprrik uud phoromecrie gehören - von welchen eigneArtikel dieses Wörterbuchs handeln, nebst der Perspectiv,oder geometrischen Theorie der Verzeichnung auf ebnenFlächen.
Die allgemeine Erfahrung, daß das Licht in geradenLinien fortgehe, macht das Grundgesetz der Optik äuö, wo-durch die Lehre von der Erscheinung dör Gegenstände durchgerade Stralen auf Betrachtung gerader Linien und Winkelgebracht wird» Die Optik beschäftiget sich,also mit denLehren vom Sehewinkel, den scheinbaren Größen, Entfer-nungen, Orten, Lagen, Gestalten und Bewegungen derGegenstände, und mit den Urtheilen, welche wir aus diesen Er-scheinungen über die wahre Beschaffenheit aller dieser Dingefällen, s. Gehewinkel, Größe, Entfernung, schein-bare, Gesichtsberrüge.
Der Grundsatz von dem geradlinigten Fortgange desLichts war in den Schulen der griechischen Weltweisen, be-sonders der platonischen, bekannt genug, ob sie gleich dieNatur des Lichts und jdie Art und Weise des Sehens aufsehr verschiedene Art daraus erklärten. Ausser einigen inden philosophischen Schriften zerstreuten Stellen, ist ausdem Alterthum noch eine Optik übrig geblieben,.die vomProklus und Heliodor von Larissa dem Euklidcs zugeschrie-ben wird, und Bestimmungen der Größe und Gestalt derGegenstände nach dem Sehewinkel enthält. Sie ist besser,als die damit verbundene Katoptrik, s. Aaroprrtk; hat