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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
373
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Vielleicht ist der Kern ar»ch bewohnt, und da ihm dieSon.ne l icht leuchten kan, so hält sich zwischen Kern und Rindeeine eigne leuchtende Materie auf, von der bisweilen etwasdurch unbekannte Oefnungen an den Polen, wo die Schaleam dünnsten ist, ausströmt, und uns als Nordlicht erscheint.

Fast keine Hypothese in der Physik ist mit so vielemFleiße, Scharfsinn, Wih und Belesenheit ausgeführt wor-den, als die, nach welcher Herr von Matran (Irsitset liistorigue c!e 1 'aulNie boreste in den K 4 cm.deksr,5. i7Zi. auch besonders i7zz. 4 . und sehr vermehrt1754« gr. 4- ingl. läLlsirciÜemens lur le trsike pb^sigue etc.psr K 4 , «le Mrr>an in d. Kleni. de?sri;. 1748- P. z6z.) daSNordlicht aus Dämpfen der Sonnenatmosphäre herleitet,die wir sonst in der Gestalt des Zodiakall-chts sehen, s.Atmosphäre der Sonne, Thierkreislichr. Da es alsbestätigt angesehen wird, daß bisweilen die Erde in dieGrenzen der Sonnenatmosphare eintritt, so sucht Herr v.Mairan den Grund des Nordlichts in der alsdann entste-henden Vermischung beyder Atmosphären der Sonne undder Erde. Die Theile der erstem, welche der Erde nahegenug kommen, um gegen sie mehr Schwere, als gegendie Sonne zu erhalten, fallen in den Luftkreis herab, wer.den durch die Umdrehung und Schwungkraft der Lufttheilegegen die Pole der Erde, wo kein Schwung statt findet,Hingetrieben, und bleiben in den höchsten Luftschichten schwe.ben, mit denen sie gleiche specifische Schwere haben. Dieniedriger« Schichten enthalten die gröbern dunklern Theile,welche das Segment und die dunkeln Wolken bilden, aufdenen die Lichtsaulen aufstehen. Ueber diesen schwebt derfeinere Stof, der entweder an sich brennend, oder durchReibung und Gährung mit der Erdluft, entzündet ist.Dies alles geschieht in einer beträchtlichen Höhe über derErde, daher das Licht noch sehr weit vom Nordpole gese.hen werden kan. Die westliche Abweichung des Bogenswird sinnreich erklärt. Nemlich, da sich die Erde vonAbend gegen Morgen drehet, so tritt die Abendgegend de-Luftkreises, am spatsten in die Sonnenatmosphäre ein.Auf der Morgenseite hat der feine Stof den Tag über schon