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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
308
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ZO8 Nach

Horizont erhebt, wenn gleich die Scheibe selbst unter dem-selben steht, st Stralenbrechung, astronomische, ver-mindern diese Dauer der Nacht.

Versteht man endlich unter der Nacht nur diejenigeZeit, wahrend welcher gar kein Licht von der Sonne zu unsgelangt, so wird die Dauer dieser Zeit noch sehr beträchtlichdurch die Dämmerung verkürzt, und es giebt auch ausserdm kalten Zonen, und schon in unfern Landern, Zeiten, woes in diesem Sinne des Worts gar nicht Nacht wird, d. i.wo die Dämmerung die ganze Nacht hindurch dauert, stDämmerung.

Nachrgleichen, Punkte der Nachrgleichen, stAequmocrlaipunkre.

Nachtgleiche, Zeit der Nachrgleiche, kequi.

nocstium, Nachtgleiche heißt eigentlich der

Augenblick, in welchem der Mittelpunkt der Sonne, beyseinem jährlichen Umlaufe um den Himmel, in den Aequa-ror tritt. Aber in eben dem Augenblicke verlaßt er auchden Aequakor wieder, weil die eigne Bewegung der Sonneununterbrochen fortdauret, und die wahre Nachtgleiche wahrtalso nur einen Augenblick.

Weil aber die Bewegung der Sonne langsam ist, sokan man annehmen, die Sonne stehe zu dreier Zeit denganzen Tag über im Aequakor. Unter dieser Voraussetzungwird der Aequator selbst für diesen Tag ihr Tagbogen seyn,und weil selbiger, als ein gröster Kreis der Sphäre von je-dem Horizonte zu gleichen Theilen durchschnitten wird, soist die Sonne an diesem Tage überall 12 Stunden sicbcbarund 12 Stunden unsichtbar. Daher heißt der ganze Tag,TagderN rchtgleiche (äiebse^umoestii st aeguiuoÄiali!,

Die Sonnenbahn schneidet den Aequator zweimal;«S giebt also jährlich zwo Nachtgleichen, s. Frühlings,nackrgleiche, Herbstncrchrgleiche, die um den 2 s Märzund Z Sept. fallen. Unser bürgerliches Jahr ist so ein-gerichtet , daß die wahre Zeit der Nachtgleichen niemals