Zv6 Nach
und nach der geographischen Breite oder Polhöhe desBeobachtungsorts.
Bey dem Worte Ascenjwnaldifferenz ist gezeigtworden, daß
halbe Taglange in Tzeit - (90° 4- 2 tsc. diff. d. 0 .) inHzeit sey. Da nun Tag und Nacht zusammen 24 Stun-den , also die halbe Taglange und halbe Nachklange zusam-men 12 Stunden, Sonnenzeit ausmachen, so folgt, daß diehalbe Taglänge von 12 Stunden, oder von 182° in xzeikabgezogen, die halbe Nachtlänge übrig laste. Mithin ist
halbe Nachtlänge in Tzeit — (90° — Ast. differ.) inHzeit. Und da wir im bürgerlichen Leben die Stunden vonMitternacht, oder von der Helfte der Nacht zu zählen an-fangen, so giebt die halbe Nachtlänge zugleich die Stundedes Aufgangs der Sonne.
Unter dem Aeguator der Erde, wo die Polhöhe -2,also auch die Ascensionaldifferenz — o ist, wird die halbeNachtlänge jederzeit — 6 Stunden. Es sind also daselbstalle Nachte 12 Stunden lang, und den Tagen gleich.
Zwischen dem Aeguaksr und den Polen ist die Nacht,länge veränderlich. Zmeymal im Jahre, wenn die Sonneim Aequator steht, und ihre Abweichung, mithin auch dieAstensionaldifferenz, - 0 ist, wird die Länge der Nacht isStunden und der Taglänge gleich. Dies erfolgt um den20 März und 2z Sept. s. NacL)tgleicke. So lang dieSonne eine nördliche Abweichung hat, ist die Ast. bist, fürOrte in der nördlichen Halbkugel positiv, mithin die Nachtkürzer, als 12 St. Für Orte der südlichen Halbkugel hin-gegen, wo die Polhöhe südlich oder negativ ist, wird als-dann die Ast. diff. auch negativ, und die Nacht länger als12 St. Umgekehrt sind die Erscheinungen, wenn die Ab.weichung der Sonne südlich ist: alsdann haben die Nordlän-der längere, die Südländer kürzere Nächte.
Die längsten und kürzesten Nächte fallen in die Zeitder Sonnenwenden um den 21. Der. und 21. Inn, wo dieAbweichung ein Größtes und der Schiefe der Ekliptik gleichwird. Alsdann ist
stn. Ast, diff. - tanZ. 2g° 28' 8" >< tsnZ. Polhöhe.