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rung nicht gegründet. Auch Swammerdam, Baglivund Cowper haben die Muskelbewegung dem Blute zuge-schrieben, weil bey Unterbindung der Aorta die Gliederlahm werden. Le Lac (!Uein. (io kierlin 176z.) glaubt,daß die kleinen Arterien in die zellenförmig gewebte Muskel-fiber eine dem Nervensafte ähnliche eigne Lymphe ausgießen.Es läst sich aber gegen alle diese Systeme einwenden, daßdie Insekten sehr viele und starke Muskeln, ohne Blut undBlutgefäße, haben.
Zu chymischen Erklärungen durch Aufbrausen des Ner-vensafts mit dem Blute u. dgl. haben BoreUi, Willis,Bellm u. a. ihre Zuflucht genommen. Johann Bersnoulli, Aeil und Hamberger sagen fast eben dasselbe; nurerklären sie die Gährung mechanischer durch Eingreifen oderAnhängen der Lebensgeister an die Rinde der mit elastischerLuft erfüllten Blutkügelchen, wodurch der Widerstand derRinde vermindert werde, und die Luft das Kügelchen mehrausdehne.
Sauvages bedient sich der Elektricität, und lästdurch diese den Lebensgeistern eigne Kraft, die Muskelnso anschweüen, wie ein am Conductor hängendes Bündel.hänfner Fäden durch die elektrische Repulsion sich ausdehnkund verkürzet.
Noch andere sehen die Zusammenziehung als den na-türlichen Zustand des Muskels an, und leiten die Relaxa-tion von der Wirkung der Nerven oder von der Erfüllungund Ausdehnung der Gefäße durch irgend einen Liquor her.Hiegegen aber streitet die Lähmung der Glieder bey unter-bundenen oder zerschnittenen Nerven. Auch hat der Muskelim blos natürlichen Zustande nicht die Consistenz, die er beyseiner Wirksamkeit zeigt. Wenige Pfunde zerreißen ihn,wenn er im lebenden Körper die grösten Lasten trug.
Haller erklärt die willkührlichen Bewegungen derMuskeln aus ihrer Reizbarkeit oder natürlichen Neigungzur Zusammenziehung, welche nach dem Willen der Seeledurch den Reiz des Nervensasts verstärkt werden könne« Obdieses nach Stahl, durch einen wirklichen physischen Ein-fluß, oder nach Leibnitz und Boerhave durch vorherbe-