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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
301
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einen engen Raum gedrängt werden sollte, konnte auf keineandere, als auf diese Art, erreicht werden.

Die Ursache der Bewegung der Muskeln ist uns zwargänzlich unbekannt; dennoch wird es nicht ganz übersiüßigseyn, einige Meinungen über diesen so dunkeln und doch sowichtigen Gegenstand anzusühren.

Daß im Körper allein gar kein Principium der Be-wegung liege, und alle Bewegungen, sowohl die willkühr-lichen, als auch die avtomatischen, von der Einwirkungder Seele herrühren, ist zwar eine alte Meinung, die manschon beym Galtzn findet, und der auch Swarnmerdam,Borelii (i'. u. xrop. 80.) perraulru. a. zugethan waren,die aber erst durch Georg Ernst Srahl (Öe mom nmioo.blslse, IÜ8). p. Z7 lg.) und seine Schüler mehr Ansehenerlangt hat, und vorzüglich durch Ebeyne, Tabor, N)eadund wbprt in England, so wie durch Gauvaches in Frank-reich, weiter ausgebreitet worden ist. Nach diesem stahli-schen oder animastischen System, welches die unmittel-bare Einwirkung des Geistes auf den Körper (iuftuxulnannimmt, ist es die Seele selbst, welche sichden Körper haut, bewegt und bey erfolgten Verletzungenheilet. Sie ist es, die den Schlag des Herzens und die Be-wegungen der Eingeweide regieret, ob sie gleich durch dielang gewöhnst Wiederholung selbst das Bewustseyn hievonverliert. Sie ist es, die bey den Leidenschaften und Ge-müchsbewegungen das Herz stärker schlagen last, bey derFurcht die Kräfte der Muskeln abspannt, und die Uebel,die dem Bau der Maschine drohen, durch heftigere Bewe-gung des Bluts im Fieber, abzuwenden strebt, u. s. w.Man beruft sich hiebey darauf, daß keine Maschine gedenk-bar sey, die einem vermehrten Widerstande mit verstärkterKraft ontgegenstrebe. Die Crisen in den Krankheiten, dievermehrten Sekretionen, selbst der Schlaf und die Lähmun-gen sind nach diesem System Wirkungen der Seele, dieauf Erhaltung des Körpers und Ersparung der Lebenskräfteabzwecken. Jede Empfindung eines schädlichen Reitzes,sagt man, erwecke den Trieb, diesen Reitz zu entfernen, wiebeym Husten, Niesen, dem Thranen der Augen und der