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3 (1790) Von Liq bis Sed
Entstehung
Seite
93
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Geschichte des Magnetismus und von den Meinungen überdie Ursache desselben beyfügen.

Magnetische Anziehung.

Wenn man einen Magnet und ein Stück Eisen oderStahl einander nahe genug bringt, so ziehen sich beydemerklich an, so daß der beweglichere Körper gegen den un-beweglichem fortgerissen wird, und zuletzt beyde aneinandermit ziemlicher Kraft fest hangen, auch der Trennung einenmerklichen Widerstand entgegensetzen. Diese Wirkungaussert sich, wenn die Körper leicht beweglich sind,schon in ziemlicher Entfernung. Eine Nadel, die aneinem Faden hangt, bewegt sich gegen entfernte Ma-gnete; Eisenfeile auf Papier gestreut, stiegt hoch auf,und hängt sich an den darüber gehaltnen Magnet, wie einBart, an.

Um zu entdecken, ob ein Körper vom Magnet ange-zogen werde, näherte ihn Müffchen brock einer mit demMagnete bestrichenen und so frey, als möglich, aufgehang-nen Nadel, s. Magnemadel, und bemerkte, ob dieselbedadurch bewegt werde. Besser ist unstreitig BrugmansMethode, den Körper auf Wasser zu legen (worauf er ent-weder von selbst schwimmt, oder durch ein untergelegtesPapier oder Uhrglas zum Schwimmen gebracht wird),und dann einen starken Magnet gegen ihn zu führen.Man kan die Körper auch auf Quecksilber schwimmen las-sen, es muß aber dasselbe sehr sorgfältig gereiniget seyn.Lavallo hat bemerkt, daß auf dem Quecksilber zwaranfänglich die Körper sehr frey schwimmen, in kurzerZeit aber anfangen, sich an dasselbe anzuhängen, wel-ches er den beygemischten unedlen Metallen, und einemfeinen auf der Oberfläche dadurch erzeugten Häutchen zu-schreibt. Er ist daher wiederum zu MusschenbroeksMethode znrückgegangen, bedient sich aber einer eignenArt, die Nadel an einer Kette von Haar aufzuhangen,die ich bey dem Worte: Magnetnadel beschreibenwerde.