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3 (1890) (LIV.) Rede gegen Konon [u.a.] (XXIII.) Rede gegen Aristokrates
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RÜCKBLICK AUF DIE REDE.

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c) I. Zwangsverfahren 8285. II. Zwei Gesetze 86. 87. III. Ab-schlufs 8889. Lillegatitö du decret ressort de la comparaison dedecrets legaux. IV. Einwendungen 9091. V. 9294. VI. 9599.

II. Unzuträglichkeit gegenüber den Interessen und der Ehre (100137) (138143). I. Übergang 100101. 102109: Gefährlichkeiteines Übergewichtes des Kersobleptes. II. 110 117: Einwände.III. Mafsloses Vertrauen ist unvernünftig 118122. IV. Andere habendasselbe Recht 123137. V. Der gute Ruf der Stadt würde leiden138143.

III. Unwürdigkeit des Charidemos.

Einleitung 144147. I. Lobpreisungen der Vorfahren 148151. 152 159. (159162.) 163 168. 169 174. (174 178). 179 183.Abschi. 184-186.

Einwände: 187190. 191193. 194195.

Epilog I. Der gegenwärtige Zustand 196203. 204210. ..Vergleich mitanderen 211214. Epilog II mit einer gedrängten Übersicht überden ersten Teil 215220.

Noch von keiner Seite ist bezweifelt worden, dafs die Rede vondem Sprecher wirklich gehalten worden ist, und blofs an zwei Stellenvermutet man, dafs nachträglich Einschiebungen stattgefunden haben(5152. 100101). Ist dem so, dann traut man den Athenern zu, dafssie in einer praktisch wenig bedeutsamen Sache Zeit und Mufse genugzu haben glaubten, einen jungen talentvollen Redner in gröfstmöglicherAusführlichkeit über alle auch nur entfernt in Frage kommende Punkteruhig anzuhören. Denn es ist wenig verhüllt, dafs der Redner es istin Wirklichkeit doch Demosthenes, der sich hier keine Mühe gegebenhat, das r'fioc eines anderen anzunehmen diese Gelegenheit benutzte,um von seinen gründlichen Rechtsgeschichts- und Staatslehre-Studiensich selbst und den Hörern Zeugnis abzulegen. Denn namentlich dererste Teil, aber auch manche Abschnitte des dritten Teiles sind demRedner unter der Hand über das notwendige Mais weit hinausgewachsen.Freilich zeigten die Athener dann in dem ruhigen Anhören jener aus-geführten Partien ihren Schönheitssinn, da die Rede in ihrer ungesuchtenSchlichtheit und Klarheit, in ihrem deutlich hörbaren Herzenston undihrer aufrichtigen patriotischen Entrüstung, in ihrer Mischung der Stil-arten, je nach dem behandelten Stoffe und in ihrem logischen Aufrifsjedem gefallen und alle vergessen lassen mufste, dafs so viel Aufwandfür die leicht durchschaubare Sache kaum nötig war. Wie die Iliasnicht blofs von Achilles erzählt und allen anderen Helden auszeichnendeLieder weiht, so weifs unsere Rede nicht blofs von der Verletzung desGesetzes, vom Charidemos und Thracien zu erzählen; wie in der Iliaskein Gesang ohne deutliche Rückbeziehung auf Achilles ist, so ist inunserer Rede Charidemos doch derjenige, um den sich alles gruppiert.Wahrlich, der Redner suchte und fand ein Gefäfs, in das er Wertvolleshineinlegen konnte und er fand es so glücklich, dafs das Gefäfs selbstzu dem Geschenke zu passen scheint. Unsere Rede ist die Vorstudieund Vorläuferin der Olynthischen, überhaupt aller späteren Staatsreden,und diejenige, welche hinter der vorgeschobenen Person den wirklichenVerfasser kannten, hätten in ihm den Mann schon ahnen können, der spätermit seinem warmen Herzen, edlen Fühlen und gewaltigen Sprechen die alteGröfse seines Vaterlandes wiederherstellen wollte, leider vergeblich!

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