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2 (1885) (XX.) Rede gegen Leptines (XVIII.) Rede vom Kranze
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EINLEITUNG

ξανδρον εί$ την αρχήν χαταστήναι) anhängig gemacht. ZweiPunkte des Antrags griff Aeschines in der Klagschrift als gesetz-widrig an: erstlich das dem D. gespendete Lob und den für seineBekränzung angeführten Grund, dafs er unausgesetzt für dasWohl des Staates wirke, dies sei erlogen, Unwahres aber indie Volksbeschlüsse aufzunehmen durch die Gesetze verboten(§ 50 απαντες γάρ άπαγορενονοιν οι νόμοι μηδένα ψευδήγράμματα εγγράψειν εν τοΐς δηιιοσίοις ψηφίσμασι)zweitens die vorgeschlagene Art der Bekränzung selbst, welchein doppelter Beziehung gegen die bestehenden Gesetze verstofse,insofern als einmal D. über die Verwaltung der Ämter, in denener sich angeblich verdient gemacht habe, noch keine Rechen-schaft abgelegt, sodann aber die Verkündigung des zuerkanntenKranzes vor allem Volk an den Dionysien im Theater vor sichgehen solle.

3. Es liegt auf der Hand, dafs Ktesiphon nicht der Mannwar, gegen welchen es einer so gewaltigen Anstrengung bedurfthätte; der eigentliche Gegner, den Aeschines angreift, ist D.,er der so viele Jahre lang mit äufserster Energie ihm die Spitzegeboten, alle seine Pläne durchkreuzt und die Selbständigkeitdes gemeinsamen Vaterlandes gegen die Übergriffe von Make-donien her verteidigt hatte, und auch nachdem das Unvermeid-liche geschehen und Athen wie alle übrigen griechischen Staatender makedonischen Hegemonie verfallen war, mit ungeschwächterKraft und durch das übermütige Gebahren der Makedonistenunbeirrt der Förderung des öffentlichen Wohls sich hingab.Jetzt, wo nach dem unglücklichen Ausgange des letzten Frei-heitskampfes die Macht der Patrioten gelähmt war, jetzt schiender günstige Augenblick gekommen zu sein, den verhafstenGegner zu stürzen und dessen politische Existenz vollkommenzu vernichten. In diesem Sinne trat Aeschines gegen D. in dieSchranken. Seine noch vorhandene Rede gegen Ktesiphon istin künstlerischer Hinsicht ebenfalls ein Meisterstück der antikenBeredsamkeit, in moralischer hingegen nicht frei von blinder ent-fesselter Leidenschaft; die Rede ist einer schönen Blume gleich,die im Sumpfe blüht. In langen Zügen strömt er das aufge-sammelte und verhaltene Gift des Parteihasses über seinen Gegneraus, jedes Mittel ist ihm gerecht, wenn es nur dazu dient seinenDurst nach Rache zu kühlen, keine von den politischen Mafs-regeln des D. und er geht sie alle durch keine findetGnade vor seinen Augen: vor Philipp ist er gekrochen, bestechenlassen hat er sich von aller Welt, der schmachvolle Philokrateische